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Das Qualitätssicherungsverfahren Sepsis – ein erster Praxischeck.
19. August ∙ 16:30 – 18:00

Referent
- Dr. Hendrik Rüddel
- Jena
Inhalt
Seit dem 1. Januar 2026 ist das Qualitätssicherungsverfahren „Diagnostik und Therapie der Sepsis“ (QS Sepsis) für alle nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser in Deutschland verpflichtend. Ziel des Verfahrens ist es, die Sterblichkeit sowie neu auftretende Morbiditäten durch eine verbesserte Früherkennung und zeitnahe Behandlung nachhaltig zu senken.
In diesem Webinar zieht Dr. med. Hendrik Rüddel nach den ersten Monaten im bundesweiten Regelbetrieb eine erste praxisnahe Bilanz: Dr. Rüddel (Universitätsklinikum Jena) ist ärztlicher Leiter des Koordinationsbüros des Deutschen Qualitätsbündnisses Sepsis (DQSep). Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Unterstützung des Sepsis-Qualitätsmanagements und hat die Einführung des Verfahrens von Beginn an fachlich begleitet.
Wie sieht die Umsetzung der komplexen Anforderungen im klinischen Alltag tatsächlich aus? Der Referent beleuchtet die zentralen Herausforderungen der Qualitätsindikatoren:
– Prozesse und Dokumentation: Die verpflichtende Durchführung standardisierter Screenings (z. B. NEWS2) und die zeitgerechte Entnahme von Blutkulturen vor der ersten Antibiotikagabe stellen hohe Anforderungen an die klinischen Abläufe. Insbesondere die geforderte „Timestamp-Dokumentation“ erweist sich in der Praxis oft als Hürde.
– Struktur und Kodierung: Neben der Etablierung von Antibiotic-Stewardship-Teams rückt die korrekte ICD-Kodierung in den Fokus. Da diese als Grundlage für die Fallidentifikation dient, führen Kodierfehler zu massiven Verzerrungen im einrichtungsübergreifenden Qualitätsvergleich.
Erfahren Sie, welche Erkenntnisse aus den ersten Peer-Reviews vorliegen, wie die aktuellen Spezifikationsupdates des IQTIG Anwendungsprobleme beheben sollen und mit welchen Strategien Ihr Haus die Anforderungen erfolgreich meistern kann.
Webinar-Aufzeichnung & Zusammenfassung
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Gesamtes Transkript zum nachlesen
Dr. Matthias Gründling: So, es ist 16.30 Uhr und wir dürfen Sie recht herzlich zur Sepsis-Akademie im Monat August begrüßen. Wir, das ist Frau Manuela Gerber, unsere Sepsis-Schwester und Matthias Grundling aus Greifswald. Und ich werde, wie immer, ein paar organisatorisch einführende Dinge sagen.
Ich glaube, F&A ist gar nicht aktiv. Aber doch würde ich Sie bitten, in den Chat zu schreiben, damit wir nicht allzu doll hin- und herspringen müssen. Ansonsten wissen, glaube ich, alle, dass automatisch, wenn Sie sich hier angemeldet sind, und anders kommen Sie ja hier nicht her, Sie automatisch eine Teilnehmungsbescheinigung kriegen.
Das kann manchmal ein bisschen noch dauern. ein paar Tage, wenn Sie die Ärztekammer Nummer mit angegeben haben, legen Sie auch da die entsprechende Nachricht an Ihre Ärztekammer, sodass das alles geregelt ist. Wir machen es so, dass wir zuerst den Vortrag hören und Sie können natürlich im Chat schon Ihre Fragen stellen.
Wir würden die aber erst nach dem Vortrag am Ende beantworten, wenn nicht der Referent anderer Meinung ist. Aber ich denke, das hat sich so bewährt. Bitte gestatten Sie mir noch, dass ich Sie auf die nächste Sepsis-Akademie schon hinweise. Das ist dann am 9. September. Da geht es um die hemodynamische Stabilisierung der Sepsis.
Und da lautet der Vortrag ein bisschen komisch, Betablocker oder Vasopressoren. Also vielleicht wollten wir damit eigentlich nur das Feld eröffnen, dass beide Sachen natürlich in der Sepsis vielleicht durchaus diskutiert wurden. Das eine diskutiert, das andere bewiesen, verwendet wird und der Referent wird Herr Sebastian Rehberg aus Bielefeld sein, ein alter Greifswalder oder inzwischen zeitlich mal Greifswalder gewesen.
Ja, dieser Hinweis und jetzt möchte ich auf den heutigen Referenten umlenken. Das Thema heute ist ja das Qualitätssicherungsverfahren Sepsis, das uns ja alle seit dem 1. Januar spätestens beschäftigen sollte und ein erster Praxischeck wird dankenswerterweise von Herrn Dr. Rüddel gemacht werden heute.
Und Hendrik Rüddel hat in Bochum Medizin studiert. Wer hätte es gedacht, dass du Medizin studiert hast? Er kommt aus dem Rheinland, also ist, glaube ich, Rheinländer.
Das werden wir, glaube ich, nachher noch ein bisschen testen können. Ansonsten hat er seinen Facharzt für Anästhesiologie-Intensivmedizin 2010 gemacht, doch schon so lange her. Er ist in Jena Oberarzt in der dortigen Klinik für operative Intensivmedizin und er ist, und das qualifiziert ihn natürlich ganz besonders, heute diesen Vortrag zu halten, er ist seit 2015 der ärztliche Projektleiter im Deutschen Qualitätsbündnis Sepsis, wo ja sicherlich auch der eine oder andere hier heute teilnehmende Mitglied ist.
Und dann haben wir noch eine kleine Besonderheit. Wir haben heute in unserer Gruppe hier 10 Prozent der Mitglieder des Expertengremiums auf Bundesebene vom Qualitätsbündnis Sepsis, denn sowohl Frau Gerber als auch Herr Rüttel ist dort Mitglied im Expertengremium. Also, denken Sie daran, das sind zwei Personen, denen können Sie auch Aufträge mitgeben, die Sie dann beim E-Gutik versuchen werden, aus der Praxis an das Expertengremium weiterzumachen. Aber nun ist es wirklich genug geredet. Henrik, ich erteile dir das Wort und ich freue mich auf einen mit Sicherheit lebhaften Vortrag.
Dr. Hendrik Rüddel: Ja, vielen Dank erstmal, liebe Manuela, lieber Matthias. Danke für die zweite Einladung in euren hervorragenden Gesprächszirkel, wo ich mich ja mit erlauchten Kolleginnen und Kollegen messen darf, sowohl auf Referatseite wie auch im Chat in ganz Deutschland durchlaufend, geografisch. Das ist immer so herrlich. Wenn die Anmoderation sich nicht entscheiden kann, ob es eine Laudation oder eine Pöbelei ist, dann ist der Ton einfach schon gesetzt.
Ich denke, wir werden das versuchen, trotz des trockenen Themas recht kurzweilig zu gestalten. Ich gebe mal ganz kurz meine Präsentation frei und dann können wir anfangen. An dieser Stelle von mir einen wunderschönen guten Abend in die Runde.
Ich freue mich sehr, dass sehr viele von Ihnen sich eingewählt haben. Ich muss gestehen, nach all den Jahren vieler Vortragstätigkeiten und allem, was so dazugehört, denken wir immer, naja, gut, dann machen wir das halt. Ein Vortrag schaffen wir schon irgendwie.
Als Matthias dann gerade gesagt hat mit seinem Team, Michael im Hintergrund, schöne Grüße, auch danke für die Technik, dass deutlich über 500 von Ihnen sich angemeldet haben und auch jetzt schon teilnehmen, Da merkt man dann doch so langsam, ja, da kribbelt es ein bisschen mehr, da ist ein bisschen Lampenfieber. Also wenn es jetzt ein bisschen stockt und hakt, dann bitte ich Sie, mir das nachzusehen. Und wir gehen einfach mal in den Vortrag rein. Ich freue mich vor allen Dingen auf die Diskussion mit Ihnen.
Meine Conflicts of Interest, das ist tatsächlich den Qualitätssicherungsverfahren mit geschuldet. Das Interesse am Thema ist in den letzten Jahren doch deutlich gestiegen. Und Matthias hat es schon gesagt, wir sind als DQZ ein Projekt des Universitätsklinikums Jena, aber auch Kompanienpartner von Deutschland erkennt SEPSIS.
Wir tragen uns für den finanziellen Hintergrund aus den Jahresbeiträgen unserer Mitgliedskliniken. Und das wiederum ist die Hälfte meiner Tätigkeit. Das WECO-SEP, das Deutsche Qualitätsbündnis, ist ganz kurz in Zahlen.
Wir sind mittlerweile ein starker Verbund von deutlich über 100 Kliniken. Das hat in den letzten zwei Jahren sich mehr als verdoppelt. Und wie gesagt, wir sind in einem Verstetigungsprozess, den wir mittlerweile ziemlich gut bestreiten können aus den Mitgliedsbeiträgen heraus, die wir trotz allem recht niedrig halten konnten.
Und wir versuchen natürlich gerade im Kontext dieses Qualitätssicherungsverfahrens nicht nur Input ins Verfahren und für andere Häuser zu geben, sondern auch in unserem Netzwerk was zu reißen. Wir sind Konsortialpartner von Deutschland Erkennt Sepsis. Das möchte ich einfach ganz kurz Ihnen nahe bringen, nur für den Fall, dass Sie es noch nie gesehen haben.
Das ist eine Homepage gehostet von den Kollegen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit in Berlin. Und Sie haben das mit Sicherheit schon mal gesehen. Da geht es dann sehr viel darum, das Ganze für die Laien greifbar und auch nennbar zu machen.
Und das hat wiederum dann Auswirkungen auch auf unser Qualitätssicherungsverfahren. Denn da kommen wir gleich noch ein bisschen drauf, was sind eigentlich für Fälle im Verfahren? Wie kommen die da rein und wo müssen wir da eventuell unsere Blindspots noch ein bisschen bekämpfen?
Dr. Hendrik Rüddel: Na gut, dann wollen wir mal. Ich nehme an, das ist der Grund, warum Sie sich alle zu dieser mittelspäten Stunde eingefunden haben. Das Qualitätssicherungsverfahren, Diagnostik und Therapie der Sepsis.
20. Verfahren des IQTIC im Auftrag des GBAs. Ich habe Ihnen hier mal den Zeitstrahl mitgebracht, denn das Ganze köchelt ein bisschen vor sich hin.
Es gab 2017 den WHA-Beschluss. Man möge etwas gegen Sepsis tun, die Sterblichkeit ist zu hoch. Improving the prevention, diagnosis and clinical management of Sepsis.
Das war der Ausgangspunkt, mit dem die nationalen Mitgliedsorganisationen und Regierungen in die Pflicht genommen wurden, was zu tun. Das ist in Deutschland als Kopf des Gesundheitswesens bzw. der paritätischen PartnerInnen der GBA.
Und der GBA hat im Dezember 2019, diese zwei Jahre Distanz, da kommentiere ich jetzt mal nicht weiter, die Konzeptstudie zur Sepsis vorgelegt. Das heißt, da ist unter Beauftragung des IQTICs eine Machbarkeit gebahnt worden. Diese Machbarkeitsprüfung, die hier beauftragt worden ist, wurde dann in den Jahren 20 bis 23 durchgeführt.
Da waren einige von Ihnen eventuell schon beteiligt. Das sah dann so aus, dass von einem initialen Indikatoren-Set Fälle erfasst wurden, mithilfe dieses Sets in 15 Krankenhäusern, die eine Bandbreite der deutschen Versorgungsrealität darstellen sollten. Die jeweils 80, das sind die eher Unterkarten, bis 2400 Sets-Fälle.
Das ist sehr, sehr viel. Zum Vergleich, in einem normalen Jahr haben wir als Uniklinik in Jena mit 1500 Betten, früher mal jetzt etwas weniger, kommen wir auf 400 bis 600 Selbstesfälle. Im Jahr sind 2400 Selbstesfälle, das ist wirklich sehr, sehr viel.
Wurden in 15 Krankenhäusern 422 Selbstesfälle vollständig nach diesem Indikatoren-Set 1.0 dokumentiert. Das war dennoch nicht repräsentativ, aber immerhin, und hat über das Kommentierungsverfahren dann dazu geführt, dass die Qualitätsindikatoren in der Version 2.1, die sogenannten Ergebnisse der Machbarkeitsprüfung, veröffentlicht wurden im Mai 2024. Und die waren lange der Vorbereitungsgoldstandard.
Die meisten von Ihnen kennen diese Indikatoren ZV2.1 noch. Das sind auch immer noch so die Grundentwürfe, da stecken viele gute Ideen noch drin, die sich zum Großteil jetzt auch immer noch wiederfinden. Einige Dinge haben sich gewandelt und das ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Ich bin relativ sicher, da kommen wir gleich noch drauf.
Die sind dann finalisiert worden. Diese beiden Skripten kennen Sie mit Sicherheit alle. Das sind die Erfassungsregeln für jetzt für 2026 für die einrichtungs- und fallbezogenen Vorgaben bzw. die Qualitätsindikatoren.
Dann gab es den abschließenden GBA-Beschluss pünktlich zum 18.12.2025, also nicht genau zwei Wochen bevor, dieser Beschluss, dann in den Verfahrensstart pünktlich zum Neuenstanz der Wiener Philharmonika zelebriert wurde. An diesem Zeitstrahl gibt es ein klitzekleines Problem, dem wir jetzt immer noch hinterherlaufen. Und das ist der Moment, an dem Deutschland gemerkt hat oder die Kliniken in Deutschland gemerkt haben, oh da kommt was.
Einige von Ihnen waren, oder sind es vielleicht immer noch, in die Planungen und jetzt im Moment die Kommentierungen und Bewertungen der Leistungsgruppen eingebunden. Wer da alle seine Energien rein investieren musste oder schließlich ergreifend in Auftrag hatte, sie dort rein zu investieren, hatte Mühe, sich um die Vorbereitung des Qualitätssicherungsverfahrens zu kümmern und das ging nahezu allen Kliniken in Deutschland so. So, jetzt hängen wir also da. Seit 01.01.2026 dürfen wir uns mit einem Qualitätssicherungsverfahren befassen, deren Qualitätsindikatoren Sie vermutlich alle kennen. Hier sind sie nochmal.
Wir unterteilen zwischen den Struktur- und den Prozessqualitätsindikatoren, das heißt die einrichtungsbezogenen Vorgaben sind das Vorhalten eines ABS-Teams, der Schulung und so weiter, kommt gleich alles noch und dann gibt es ergänzend dazu die fallbezogenen Prozessindikatoren, das Screening, die Blutkulturen und letztendlich gehört der Indikator zur Ergebnisqualität der Krankenhausletalität auch in den fallbezogenen Bereich. nicht eingehen, werde ich in meinem gesamten Vortrag heute, außer in den nächsten 10 Sekunden, auf die Follow-up zahlen. Erstens haben wir die noch nicht und es wird auch noch ein bisschen dauern bis sie kommen, weil sie erst Ende 27 überhaupt final ermittelt werden können für dieses Jahr und zweitens sind sie für uns aktuell kein Gegenstand der Diskussion, weil wir soweit einfach alle noch nicht sind und die Diskussion ist ja ohnehin, wie weit können wir sie beeinflussen, dann sieht man hier erste Bewegungen.
Das ist mit Sicherheit der, wie es schon heißt, Follow-up, aber eben auch der langfristigste Ansatz dieses Qualitätssicherungsverfahrens und kann aus unterschiedlichen Gründen heute hier nicht Thema sein. Ich möchte mit Ihnen auf die Gefahren, dass es für viele von Ihnen relativ redundant ist, weil Sie Profis in diesem Gebiet sind, kurz die einrichtungsbezogenen Qualitätsindikatoren durchgehen, einfach um diejenigen abzuholen, die vielleicht noch nicht ganz so tief in der Materie drin sind, um das hinterher in der Diskussion zu erleichtern. Ich möchte mit Ihnen kurz, weil es um den Praxischeck dieser einrichtungsbezogenen Indikatoren geht, auf das ABS-Team und die ABS-Visiten eingehen.
Der Indikator Therapieleitlinie Anti-Infektiva besteht aus mehreren Vorgaben zur Erfüllung dieses Indikators. Der Erfüllungsstand ist entweder vorhanden, 100 Prozent, oder nicht. Das ist ein rein binärer Aspekt und für die Unteranforderungen gilt immer, es gilt nur alles oder nichts.
Und das besteht daraus, dass Sie in Ihrem Krankenhaus eine Geschäftsordnung haben, die das ABS-Programm regelt. Sie brauchen ABS-Visiten und Sie brauchen ein multidisziplinäres Antibiotic Stewardship Team. Die Vorgaben dazu, wir fangen mit dem Team an, kennen Sie vermutlich und sind vermutlich relativ leitgeprüft.
Sie brauchen nämlich mittlerweile einen definierten Stellenanteil in Vollzeit-Äquivalenten, in VK. Ich bleibe am Jenaer Beispiel, das ist die 1200 Plus Kategorie, das heißt wir haben 2,0 VK, die wir in das ABS-Team entsenden müssen. Und das sind auch nicht 2,0 VK in einer Tätigkeit, die 2,0 VK umfasst, die sich ab 17 Uhr um das ABS-Team kümmern, sondern das sind Leute, die in Summe 2,0 VK ihrer Arbeitsleistung dem ABS-Team zur Verfügung stellen.
Das war für viele Kliniken ein echter Schocker, dass man nicht nur nominell jemanden haben muss, sondern den auch wirklich dort einsetzen muss, wo die Forderung ihn positioniert haben möchte, nämlich im ABS-Team. Jetzt kann man sich kurz darüber Gedanken machen, ob das sinnvoll ist oder nicht. Abgesehen davon, dass ich es persönlich für sinnvoll halte, sind diese Gedanken auch nicht besonders fruchtvoll, denn das ist eine Vorgabe.
Und die steht erstmal. Und auf die Dynamik des Qualitätssicherungsverfahrens als Verfahren gehe ich gleich noch ein. und abgesehen davon dass es sinnvoll ist ist auch die vorgabe am vk tatsächlich erst mal zu stemmen in einem krankenhaus was eine größenordnung von 1400 betten hat sind 2,0 vk für ein abs team verträgt die anforderungen an das abs team jetzt wird kurz einmal ein bisschen trocken sind diese menschen und ganz wichtig das war ein prozess in der entwicklungsqualitätssicherungsverfahren der abs fellow kurs der dgi oder äquivalente kurse sind hier ausreichend das heißt es gibt eine quantität an vk und eine quantität an mitarbeitenden im abs team aber auch qualitative vorgaben und Auch die müssen Sie gewährleisten.
Was möglich ist für die gleichzeitigen Stellenbesetzung, daher gibt es sich jetzt eine gewisse Dynamik, das macht es uns als Klinikern bzw. der Organisation eines ABS-Teams dann wieder etwas leichter. Und es sind keine Monsteranforderungen, das ist also jetzt nichts, was nirgendwo jemals verfügbar sein kann, sondern es sind Dinge, die man entweder aus Wortmitteln oder unter Zuhilfenahme geeigneter Kompetenzen des Umlandes eigentlich immer erfüllt kriegt. Ich gebe zu, das ist jetzt einer der wenigen Punkte, wo man als Mitarbeiter einer Universitätsklinik eventuell etwas aufpassen muss, dass man nicht zu sehr ex-Katheter predigt. Wir haben im Netzwerk durchaus auch Kliniken und Krankenhäuser, die wesentlich kleiner sind als 1400 Betten, verständlicherweise bei 100 Kliniken.
Und wir werden zum Teil damit konfrontiert, ja wenn zum Beispiel der Apotheker hat die Bereich Weiterbildung nicht, wie machen wir das? Dass man dann guckt, wie ist das in der Region, wie kann man sich da gegenseitig aushelfen? Da gibt es Möglichkeiten.
Die ABS-Visiten sind in diesem Kontext insofern wichtig, als dass auch die mit mehreren inhaltlichen Aspekten verknüpft sind. Und zwar müssen ABS-Visiten überraschenderweise genau das tun, was man sich so von ihnen erwartet. Sie sollen die antibiotische Therapie evaluieren und sie müssen bettseitig erfolgen. Das ist eine Sache, die wir nicht nur viel diskutiert haben, sondern die mittlerweile über unsere Diskussion nahezu wortgleich auf der sehr lesenswerten FAQ-Seite des IcoTix zu den Verfahren zu finden ist.
Bettseitig bedeutet in diesem Fall nicht notwendigerweise, dass sich eine wie auch immer zusammengesetzte Gruppe zahlloser Behandlungsmenschen am Bett einer Patientin oder eines Patienten trifft, sondern es bedeutet, dass die ABS-Konsil-Seite und die Behandlungsseite in einen unmittelbaren Dialog treten. Also dass das Aufstation dynamisch, aber eben auch kommunikativ gestaltet wird und dass es keine Konsiltätigkeit ist, die am Computer von dezentral gewährleistet wird. Das bedeutet aber auch, dass für die Visiten für diese ABS-Konsile tatsächlich menschliche Arbeitsleistung im Krankenhaus gewährleistet werden muss.
Also das ist jetzt nichts, was telemedizinisch machbar ist, rein über Computerarbeitsplätze, also zum Beispiel eine radiologische Befundung kann ja mittlerweile gerade außerhalb der Regelarbeitszeit auch ohne Mensch-Mensch-Kontakte erfolgen. Das ist hier explizit nicht vorgesehen, wobei das IQ-Tick in seinen Vorgaben und auch hier haben wir einen kleinen Praxischeck, nicht auf telemedizinische Situationen eingeht, die ja die direkte Sichtung und den Dialog ermöglicht. Und wir sind mittlerweile in vielen, vielen Diskussionen in unserem Krankenhausverbund über Webinare, über die Sepsisakademie, aber auch mit dem ICOTIC, Frau Gerber und ich sind Mitglied des Expertengremiums, sind wir an einigen Punkten da angekommen, dass wir auch im Rahmen vom Deutschen Qualitätsbundes Sepsis, wenn Kliniken mich Sachen fragen, manchmal komme ich nicht um die Antwort drum herum.
Schauen Sie, es ist nicht klar geregelt, dann machen Sie es im Sinne des Qualitätssicherungsverfahrens, damit machen Sie erstmal nichts falsch. Also wenn Sie in einem Krankenhaus arbeiten, wo Sie mit bestimmten Aspekten, jetzt zum Beispiel dieser Art Antibiotik-Stewardship-Visiten, ganz praktische Umsetzungsprobleme haben, können Sie für sich die telemedizinische Durchführung erwägen. Unter dem Aspekt, dass sie nicht klar geregelt ist, sie aber sinngemäß das erfüllt, was das IKUTEG geregelt hat.
Und damit sind sie dann erstmal aus der Schusslinie raus. Denn was passiert, wenn man seine Qualitätsindikatoren reißt, da gehe ich am Ende nochmal drauf ein. Wichtig ist, dass auch die Zahl der Visiten vorgegeben ist.
Ich bleibe im Jena-Modell. Wir müssen also 200 Visiten pro Kalenderjahr, das ist die Bezugseinheit hier, ableisten. Und hier ist wichtig, dass es auch für die Zahl noch mal Regulatorien gibt.
Es darf nämlich, und das war eine dynamische Änderung zwischen Machbarkeitsstudie, final postulierten Qualitätsindikatoren und letztendlich im GBA-Beschluss, da ist es ein bisschen hin und her gegangen, was die Initiative mal kurz zur Verwirrung geführt hat, die Visiten, die im Verfahren gezählt werden, also für Jena die 200, müssen auch bei den Patientinnen und Patienten abgeleistet sein worden, worden sein, egal, die im Verfahren drin sind. Das heißt, wenn Sie insgesamt 200 Visiten im Jahr machen, aber 100 davon sind bei Patientinnen und Patienten, die gar nicht im Verfahren drin sind, haben Sie diesen Qualitätsindikator gerissen. Es ist aber nicht definiert, wie oft Sie ein und denselben Patienten visitieren können, wenn sie das möchten oder vor allem, wenn das natürlich medizinisch sinnvoll ist.
Wichtig ist auch, dass infektiologische Visiten mitgezählt werden dürfen und dass mindestens eine, hier ist die Formulierung nicht ausschließlich, also mindestens eine dieser Visiten muss außerhalb einer Intensiv-Intermediate-Care- oder Stroke-Unit erfolgt sein, meinend, dass das System ABS-Visite im gesamten Krankenhaus zur Verfügung stehen muss. Das muss man mit mindestens einer dieser Visiten eben auch dokumentiert haben. Dann sind Sie soweit drin im Verfahren, dass Sie das abhaken können.
Dann kommt zum Indikator der Therapieleitlinien Anti-Infektiva noch die Geschäftsordnung. Das kann man kurz abhaken. Sie würden, wenn Sie noch keine haben, auf der Homepage des DQSEP eine Mustergeschäftsordnung für Ihr ABS-Team finden.
In Absprache mit dem ABS-Netzwerk Deutschland, von den Kolleginnen und Kollegen, mit herzlichen Dank, dürften wir eine Vorlage verwenden und anpassen. Das heißt, Sie können sich, wenn Sie noch keine haben, die einfach bei uns runterladen, für Ihr Krankenhaus anpassen, fertig. Vorsicht, hier steht nicht, Sie brauchen ein ABS-Team, das eine Geschäftsordnung hat.
sondern sie haben dann ein abs die mit einer geschäftsordnung dann müssen sie nur noch in ihrer geschäftsordnung des krankenhauses oder der betriebsordnung wo auch immer reinschreiben wir haben ein abs team näheres regelt die geschäftsordnung des abs teams und dann sind sie da mit diesem kleinen kniff auch wieder drin dass wir ihnen keine geschäftsordnung für ihr eigenes krankenhaus als vorlage zum download zur verfügung stellen konnten das sehen sie uns bitte nach okay die Die nächsten Strukturanforderungen sind relativ schnell zusammengefasst. Hier geht es jetzt um die Schulungen und weitere Sachen. Das ist unsere Homepage und da finden Sie unter dem Qualitätssicherungsverfahren, dem Reiter links, finden Sie Materialien. Da finden Sie die Mustergeschäftsordnung für ABS Teams. Da finden Sie die SOP als Muster für Sepsis. Die ist von den Kollegen aus Greifswald, vor allen Dingen natürlich von Matthias Gründling, erstellt worden. Sie finden Sie auch in Greifswald.
Wir haben Mustererfassungsbogen für die ABS-Visite zusammengestellt und das ist so wichtig, dass wir den direkt zweimal zur Verfügung stellen, wie Sie hier sehen. Dort finden Sie die ZVK-Schulung und den Codierleitfaden und weitere Materialien dafür, die wir immer aktualisieren zum Peer Review, gehe ich gleich noch darauf ein und so weiter, werden Sie auch zum ZVK-Audit in naher Zukunft dort finden. Einer der Punkte, von denen Sie mit Sicherheit schon gemerkt haben, dass es hier am ehesten haken könnte, die Schulung.
Das ist dieser eine Punkt im Praxis-Check Qualitätssicherungsverfahren, auf den wir, glaube ich, alle unterschiedlich reagiert haben. Was wir Ihnen anbieten können von zentral ist das Beispiel der ZVK-Schulungen, also das Präventionsprogramm zum Umgang mit ZVKs, was besteht aus Schulungen theoretisch, Schulungen praktisch und den ZVK-Audits. Die theoretischen Schulungen können asynchron und online absolviert werden und müssen absolviert werden von 80 Prozent der Pflegekräfte aus den betroffenen Fachabteilungen.
Ich vereinfache das für diesen Vortrag als die adulte somatische Medizin. Also prinzipiell nicht ins Verfahren eingehen. Das wissen Sie vermutlich oder fast alle von Ihnen.
Es gehen nicht ins Verfahren ein, die P-Fächer. Also vor allen Dingen Psychiatrie, Psychosomatik, Pädiatrie und Pädiatrische Chirurgie und so weiter und so weiter. Es gehen nur um die P’s wie privat.
Es ist also ein p-freies Verfahren im weitesten Sinne und dementsprechend müssen Sie auch, wenn Sie Ihre Mitarbeitenden schulen, die berühmten 80 Prozent, ZVK die Pflegekräfte, selbst das gesamte medizinische Personal, also inklusive des ärztlichen Dienstes, dann gilt das in der adulten somatischen Medizin mit einigen Ausnahmen. Die sind alle haarkleingeregelt. Die Liste lese ich nicht vor. Das wäre Zeitverschwendung für alle Beteiligten.
Genauso finden Sie auf den Ihnen bekannten Seiten der SepsisAkademie und des SepsisDialog in Greifswald zum Download Schulungen, um thematisch zur Sepsis zu schulen. Wir werden auch da in nahe bis realistisch mittlerer Zukunft diese Selbstbeschulung, die es schon gibt, die in Summe die Anforderungen des IKOTICs abdecken, die man in kleinen, wenig minütigen Einheiten absolvieren kann, werden wir noch ergänzt um die vom IKOTIC geforderten Spezialbereiche der Meningo-Kocken-Sepsis, der Neutropen-Sepsis und der Sepsis-Schwangerschaft und Perinatal. Und dann sind wir da so, dass wir sagen können, wir bieten Ihnen alles, was Sie brauchen und je nachdem, was Sie bereits organisiert haben, können Sie Ihr Angebot ergänzen oder es komplett von uns übernehmen oder es auch bleiben lassen, wie Sie das möchten. Sie können ja auch alles selber organisieren.
Für Sie zur Information, diese Dateien, die die Schulungen sind, sind in einem exportierbaren von unserer Seite aus Format, das sind sogenannte SCORM oder XAPI-Dateien, die können Sie in das bei Ihnen bereits etablierte Lernmanagementsystem integrieren. Was machen wir, wenn Sie kein Lernmanagementsystem haben? Wir arbeiten im Deutschen Qualitätsbindnis Selbststrade an einer vertraglichen Regelung mit einem Anbieter für Mitgliedskliniken in einem Workaround extra für diese Schulungen.
Sollten Sie zu der gar nicht so großen Gruppe an Krankenhäusern gehören, die da Unterstützung brauchen, nehmen Sie bitte irgendwann ab jetzt mal Kontakt zu uns auf. Die Fragen, die sich mit Sicherheit zu den einrichtungsbezogenen Dingen und vor allen Dingen den Schulungen ergeben, ich sehe die ganze Zeit, dass der Zähler im Chat langsam höher läuft, klären wir gerne gleich. Ich würde kurz mit Ihnen die fallbezogenen Qualitätsindikatoren durchgehen und auch da jetzt mal, weil da jetzt die ersten Daten vorliegen, einen kleinen Praxischeck machen.
Das sind die Indikatoren mit den Referenzbereichen. Jetzt geht es also in die obere Hälfte und ich möchte mich mit Ihnen kurz über die Vorgabe unterhalten, SMR kleiner gleich 2. Kurzer inhaltlicher Einschub. Für das Jahr 26 ist dieser Indikator noch stumm geschaltet, weil die SMR noch nicht ermittelt werden kann. Das heißt, dieser Qualitätsindikator kann für 26 noch keine Rolle spielen, sondern da wird nur reportiert, wie ist die aktuelle Letalität.
Das zeige ich Ihnen jetzt einfach mal. Das sind die Daten aus der Gesamtpopulation Bund und Sie sehen hier, aktuell haben wir in den Daten, die dem IQTIC gemeldet worden sind, eine Mortalität von 48,75 Prozent für Patientinnen und Patienten mit Sepsis, sepsischen Schock. alle, die die Qualitätsvorgaben des IKUTIK erfüllen.
Und diese Zahl an und für sich ist schon Gegenstand von Diskussionen geworden und die ist auffällig. Sie wissen, dass das, was wir ganz, ganz früher mal schwere Sepsis genannt haben, also die Abwehrreaktion des Körpers, die zu Organschäden führt, bevor das so als Sepsis 3 definiert wurde, schon mit einer Letalität von 40 bis 50 Prozent angegeben wurde und der septische Schock dann höher, bis 60 Prozent oder darüber hinaus. Das heißt, wir sprechen hier über Daten, die ans IQTIC gemeldet wurden, mit einer Kohortensterblichkeit von der Hälfte.
Das sind nicht die früh erkannten, gut behandelten und relativ leichten Fälle. Und das ist ein Problem. Das heißt, das Verfahren ist im Moment im unteren krankheitsschwere Bereich noch nicht gut genug justiert.
Das ist eine Aussage, die wird man erst mal so treffen müssen. Wie man dahinter kommt, das dahin zu justieren, da machen sich im Moment sehr, sehr viele Menschen sehr viele Gedanken zu. Und das ist auch etwas, was wir im Expertengremium heftig werden diskutieren müssen.
Aber im Moment muss man davon ausgehen, dass die Stichprobe, die in den Krankenhäusern erfasst und als IQTIC gemeldet wird, noch nicht repräsentativ für die Sepsis als Erkrankung ist. Sie ist aber, glaube ich, und das ist jetzt der Teil mit dem Praxischeck, sie ist, glaube ich, sehr, sehr repräsentativ und darstellend für unsere Versorgungs- und unsere Codierrealität. Da komme ich gleich noch drauf.
Hier nochmal, der Referenzbereich, also der SMR, ist für dieses Jahr noch nicht definit. Einmal ganz kurz, weil jetzt gleich die Grafik der SMR kommt. Das sind unsere Daten aus dem DQ-SAP.
Erste Halbjahr, 2026. Und Sie sehen links auf der Achse von 0 bis 3 aufgetragen die SMR. Die SMR ist die Standardized Mortality Ratio.
Das bedeutet, mit einem statistischen Verfahren wird für jeden einzelnen Fall eine statistische Versterbewahrscheinlichkeit ermittelt. Die kann mal mehr, mal weniger gut mit der klinisch abgeschätzten Versterbewahrscheinlichkeit korrelieren. ist ein statistisches mittel dadurch dass man das für jeden einzelnen fall macht kann man zum einen wie in diesem benchmark passiert krankenhäuser miteinander vergleichen denn die regeln sind für alle gleich und berücksichtigen die unterschiedlichen kreativen in den krankenhäusern nach krankheitsschwere es bedeutet aber auch dass man für eine gesamtpopulation also zum beispiel für alle selbst patientinnen patienten eines krankenhauses eine summen oder erwartete versterberate definieren kann und dann weiß man nach dem behandlungszeitraum in dem fall dem kalenderjahr 2026 wie viele davon verstorben sind und eine smr von 1,0 bedeutet die statistik und die realität sind deckungsgleich das heißt es sind genauso viele menschen im krankenhaus xy verstorben wie statistisch erwartbar gewesen wäre ist die smr 0, also kleiner 1 haben mehr menschen die Behandlung in dem Zeitraum überstanden, als statistisch erwartet worden wäre, liegt sie über 1, dann sind mehr Menschen in der Behandlung verstorben, als das statistisch abgeschätzt worden ist. Und eine SMR von 2 bedeutet in Worten, dass doppelt so viele Menschen verstorben sind, wie statistisch ermittelt worden ist als Erwartungshorizont. Und die 2, die ist hier, und jetzt sehen Sie in einer auch nicht ganz krampfhaft repräsentativen, aber immerhin schon ziemlich großen Vergleichspopulationen ganz normaler deutscher Kliniken vom Grundversorger bis Hochzuh-Universitätsklinika sind in diesem Fall beinhaltet die Grafik 69 Krankenhausdatensätze, die bislang schon vorlagen und von diesen 69 ist ein Krankenhaus exakt auf 2,0. Das bedeutet, dass von 69 Krankenhäusern keines im Jahr 2027 auffällig wäre, was diesen Indikator angeht, wenn man denn voraussetzt, dass das nächste Jahr genauso die Behandlung generiert wie dieses Jahr.
Also soviel zum Praxischeck SMR. Das ist einer der Qualitätsindikatoren, die nicht sonderlich scharf justiert sind, im Sinne von, wo es nicht allzu viele Krankenhäuser geben wird, die über diesen Qualitätsindikator so auffällig werden, dass sie in ein Stellungnahmeverfahren gehen müssen. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, es ist der Qualitätsindikator, der natürlich für uns die Patientinnen und Patienten mit Abstand höchste Relevanz hat.
Insofern wird man hier natürlich auch ein Stück weit drauf gucken, wenn dann auf einmal sehr hohe SMRs auftauchen. Aber um das Ganze vielleicht nochmal ein bisschen plakativer zu formulieren, eine SMR von 2,0 ist schon nicht besonders gut, sie ist nicht besonders häufig und wenn jemand es schafft, als Krankenhaus über diese 2,0 zu kommen, dann sollte man sich da vielleicht auch mal hinsetzen und sich das zusammen angucken. Der nächste ist die mikrobiologische Diagnostik. Das Schlachtaus der mikrobiologischen Diagnostik im Kontext der Sepsis ist die Blutkultur. Sie kennen den Qualitätsindikator im Wortlaut. Es müssen mindestens zwei Sets Blutkulturen vor Beginn einer Sepsis-spezifischen oder auf die Sepsis ausgerichteten antibiotischen Therapie abgenommen worden sein, bevor die Therapie begonnen wird und das in 95% der Fälle.
Hier die aktuellen Zahlen, der Referenzbereich und das Ergebnis. Das ist der Bundesschnitt. Sie können jetzt grob versuchen abzuschätzen, wo Ihre Klinik liegt. Vielleicht wissen Sie es, weil Sie die Daten erhalten haben. Ich habe die Jena-Zahlen hier rausgenommen. Nicht, weil ich es nicht angeben wollte, sondern das Bundesergebnis zeigt, dass wir hier viel, viel, viel Verbesserungspotenzial haben und wie hoch das Verbesserungspotenzial jedes einzelnen Klinikums ist, Das wird man in den Kliniken sicher analysieren und bearbeiten und das werden wir auch in IGN dazu.
Tja, wie kommt man da dran? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Diskussion gleich. Den einen oder anderen Vorschlag habe ich, aber hier ist wirklich noch viel Luft.
Man muss fairerweise dazu sagen, dass hier der Referenzbereich wirklich scharf gewählt ist. Eine Fehlertoleranz von 5% in diesem Qualitätsindikator, der ja nicht so richtig outcome-relevant ist, wie vielleicht der, der gleich noch kommt. Das war schon überraschend, aber auch hier, da können wir jetzt laut mit dem Fuß aufstampfen und Menö sagen, er ist wie er ist, müssen wir mit um.
Und dann kommt noch die Einstufung des Sepsisrisikos durch ein geeignetes Screening zur Risikoabschätzung. Der Referenzbereich, hatte ich Ihnen gerade gezeigt, 90% und das Bundesergebnis ist nicht da, wo es hingehört, aber überraschend gut. Das lasse ich jetzt mal so dahingestellt.
Die Vorgabe ist, dass vor Diagnosestellung einer Sepsis gescreent worden sein muss, bei den Patientinnen und Patienten, deren Fälle hinterher ins Qualitätssicherungsverfahren gemeldet werden. und die Krux und da philosophieren wir seit nunmehr fast zwei Jahren drüber. Wir wissen ja gar nicht, wer hinterher vom Controlling noch übrig gelassen wird oder wer im Laufe einer Behandlung eine Sepsis entwickelt, überhaupt erst mal.
Und damit wir das mit einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit treffen, müssen wir eigentlich alle erwischen. Jetzt kann man argumentieren, Mensch, so schlecht ist das ja gar nicht. Drei Viertel der Patientinnen und Patienten erwischen wir ja schon.
Jetzt wird es schwierig. Ich hatte Ihnen gesagt, wir sind noch nicht feinjustiert, was die Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten angeht. Denn hier gibt es das richtig, richtig große Problem bei den fallbezogenen Qualitätsindikatoren.
Und das ist der Zeitpunkt der Diagnosestellung, das heißt, Entschuldigung, der Diagnosestellung der selbst ist der berühmte C0. Der Zeitpunkt, an dem alles losging. Denn Sie müssen davor screenen und Sie müssen danach in der richtigen Reihenfolge Blutkulturen abnehmen und Antibiotika geben.
Das ist eine Herausforderung. Nicht die logische Abfolge, das kriegen Sie soweit alles hin. Aber der Moment, in dem bettseitig irgendjemand aus dem Behandlungsteam sagt, so, ich glaube, jetzt ist es soweit, diese Patientin, dieser Patient ist sceptisch.
Und idealerweise sollten Sie diesen Zeitpunkt dokumentieren. Das passiert in der Praxis noch nicht so zuverlässig, wie es notwendig wäre und auch noch nicht so zuverlässig, wie es hilfreich wäre. Denn warum ist das hilfreich?
Sie können dann den Menschen, die die Bögen ausfüllen, die Hilfestellung geben und ihnen diesen Zeitpunkt schon mal liefern. Aus einer Akte, egal ob papier oder elektronisch, auch unter Einsatz von KI-Analysetools, wenn Sie denn überhaupt welche haben, wenn die einigermaßen verinjustiert sind, ist es nur äußerst schwer möglich zu sagen, das ist der T0. Insofern, man kann es auch klinisch nicht immer greifen, aber dann hat man mindestens den Moment, wo es mal klinisch aufgefallen ist. Jetzt wissen wir alle, der Moment, wo es endlich auch mal jemand aus dem ärztlichen Team merkt, muss noch lange nicht der Moment sein, wo es angefangen hat zu köcheln. Das kann weiter vorliegen, aber das ist gar nicht gefragt. Es muss diesen Diagnosezeitpunkt geben und idealerweise machen Sie den kenntlich.
Und da empfehlen wir den Selbstbestempel. Ob das tatsächlich ein Stempel auf Papier ist, wenn Sie denn noch Totholzakten führen, um Himmels Willen meinetwegen ja gerne. Aber elektronisch können Sie es auch, da können Sie einen Zeitstempel setzen. Das Gute an der Sache, egal welches System Sie haben, wenn Sie sich das so zurechtdenken und dressieren können, dann haben Sie eine Ausleitung dieses Zeitpunkts-Inqualitätssicherungsverfahren und Sie können automatische Texte oder Überleitungen generieren.
zur weiteren Diagnostik und zur Fokussicherung. Sie können insbesondere, wenn Sie sich in einer Low-Care-Behandlungseinheit befinden, also zum Beispiel auf Normalstation, können Sie veranlassen, dass alles Mögliche veranlasst wird, damit der Sofa-Score bestimmt werden kann. Das danken Ihnen Ihre Controller hinterher wahnsinnig.
Und das würde Ihnen wahrscheinlich auch das Erfassen von Selbstsitzdiagnosen auf der Normalstation erleichtern. Und Sie können alle weiteren Vorgaben fallbezogenes Versicherungsverfahrens hier in die automatisierten Texte reinnehmen. Sie können Ihr Personal mit einem Reminder auffordern, Blutkulturen abzunehmen.
Sie können dann auf die Leitlinie hausintern Antibiotika verweisen und dann haben Sie auch die Reihenfolge. Sie haben erst die Blutkulturen und dann haben Sie die Antibiotikatherapie. Sie können Infektiologen konsiliarisch hinzuziehen, entweder mit einem Klick und Sie kommen oder mit einem Reminder, wäre das vielleicht sinnvoll, genauso wie die weiterführende Diagnostik.
auch schon mal eine Fokussuche CT angemeldet, sollten wir das vielleicht tun. Und Sie können auch Ihre Kolleginnen und Kollegen der Intensivmedizin konsidiarisch entweder automatisiert oder zumindest per Reminder und dann über humanoide Alarmierungskette ans Bett holen und klären, wie kümmern wir uns um diese Patientin, diesen Patienten, kann man vor Ort verbleiben, braucht man mehr Diagnostik, die begleitet werden muss, muss eventuell operiert werden, brauchen wir hinterher oder sofort ein Wach- oder ein Intensivbett. Und das ist der große Vorteil dieses Stempels und dieser automatisierten Erfassung, die Ihnen gerade was die Qualitätsindikatoren angeht, das Leben erheblich leichter machen werden.
Blutkulturen hatten wir gerade. Das ist noch ein Datenpunkt, der Ihnen fehlt. Ihr Labor, Ihre Mikrobiologie, wer auch immer das analysiert, führt für jedes Set Blutkulturen, streng genommen sogar für jede Flasche, ein Logbuch des zeitlichen Ablaufs. Wann ist der Auftrag angelegt worden? Wann ist der Auftrag im Labor angekommen? Ist er positiv geworden? Wenn ja, wann? Also Bebrütungszeitpunkt, Positivitätszeitpunkt, dementsprechend auch die Time to Positivity.
Ist eine Kramfärbung erfolgt? Wenn ja, wie war das Ergebnis? Wann war das Ergebnis? Ist es kommuniziert worden? Hat eine Keimisolation stattgefunden? Und so weiter. Die ganzen einzelnen Logbuchpunkte liegen alle vor. Die können auch, manchmal mit etwas mehr Mühe, manchmal nicht, hängt übrigens auch nicht davon ab, ob es ein externer Dienstleister ist oder nicht, sondern nur in welchem Datenformat die Daten transportiert werden können.
Spätestens mit dem Endbefund als PDF geht es dann immer, können die auch genauso übermittelt werden. Nur der genaue Abnahmezeitpunkt, der hat ein Problem, das wir in der elektronischen Aktenrealität und in der Medizin sehr gut kennen. Und das ist die zeitliche Ungenauigkeit des humanoiden Helfenden.
Also Vulgo ihrer Kolleginnen und Kollegen. Wenn Sie jemanden haben, der Blutkulturen abnimmt, dann ist er mit dieser praktischen Tätigkeit befasst. Und in der Regel gibt es nirgendwo einen Knopf an der Wand, den man drückt für, jetzt habe ich Blutkulturen abgenommen.
Das heißt, Sie müssen irgendwie, und auch das geht über diesen Selbstbestempel oder über eine Zusatzabfrage, diesen Zeitpunkt der Abnahme definieren. Oder Sie setzen hier auf Lücke und bleiben in einer gewissen inhärenten Logik und nehmen den Zeitpunkt Ankunft im Labor. Das kann ich Ihnen nur empfehlen, wenn das Labor in so etwas wie einem Minutenbereich diese Proben auch erhält, dann sollte es bei Ihnen am Haus sein und sagen, naja, ich weiß nicht, wann Sie abgenommen worden sind, aber es muss ja davor gewesen sein.
Dann nehme ich den Anruf im Labor, Zeitpunkt und hoffe, dass der in 95 Prozent der Fälle vor der Antibiotikagabe liegt. Der Zeitpunkt der Abnahme hilft Ihnen. Das hängt ganz stark von Ihrem System ab, wie Sie den in der Praxis umsetzen.
Und das Screening ist der Dauerbrenner von Vorträgen, von Diskussionen, von Webinaren und so geht es natürlich auch hier jetzt um das Screening kurz. Wir müssen screenen und ich vertrete seit vielen Webinaren, seit vielen Monaten die Meinung, wir müssen auch alles screenen. Abgesehen davon, dass ich es medizinisch für sinnvoll und für umsetzbar halte, um die Frage direkt mit zu beantworten, ist das auch die Quintessenz der Erkenntnis, dass uns ganz, ganz viele Patientinnen und Patienten in den Niedrigdringlichkeitsbereichen, also da, wo unsere Patientinnen und Patienten liegen, auf den normalen Stationen, dort findet die Großzahl der Behandlungen statt.
Und dort eine Sepsis zu erkennen ist schon anspruchsvoll und das Screening hilft. Und wenn jemand dort erkannt wird mit einer klinischen Verschlechterung, dann ist das erst mal hilfreich. Warum auch immer der oder die sich verschlechtert, dann müssen wir uns daher darum kümmern.
Ob das exaktibierte Schmerzen sind, ob es dann vielleicht doch mal eine Lungenembolie ist oder irgendein inflammatorisches Geschehen oder eine Wunde ist aufgegangen oder es hat ein bisschen mehr geblutet als gedacht nach einer OP. Man weiß es nicht, aber jede Verschlechterung sollte ja eine gewisse Aufmerksamkeit nach sich ziehen. und wenn man dann feststellt, eine Sepsis war es dieses Mal nicht, aber die Nachblutung konnten wir sehr gut in den Griff kriegen, hat die Patient da auch was von.
Über 90% ist die Zielvorgabe und hier sind aus der Leitlinie Sepsis die möglichen, mittlerweile auch alle vom IQ-Tick erlaubten Screening-Methoden mit Ausnahme des DIRS, Das findet dort nicht statt, aber das kann man durchaus auch vertreten so. Sehr lustig ist, dass die GTS hier genannt wird. Die GTS ist in keiner der drei abgecheckten Screening-Methoden gefordert, sondern gemeint ist hier das veränderte Bewusstsein, die veränderte Kommunikation mit der Umwelt.
Allang gibt es viel diskutiert und tatsächlich viel beachtet. Frage, kann man mit dem Sofa screenen? Die reine Lehre ist, nee, kann man nicht, weil in dem Moment, wo man den Sofa-Score anwendet oder erhöht ist, hat man die Diagnose einer Sepsis in der Regel gestellt und damit ist es in der Definition kein Screening. Diese Fragestellung oder diese Aussage der reinen Lehre dürfen wir im IqTik-Verfahren einfach liegen lassen, denn der Sofa-Score ist ersatzweise als Screening im Verfahren erlaubt. Und das ist in dem Fall ein kleines Problem, wenn man das Screening als etwas Sinnvolles ansieht, insbesondere dann, wenn es für Normalstationen und den Rettungsdienst und die Notaufnahmen und wo auch immer tauglich ist.
Denn der Sofa, das wissen Sie, ist Routine in der Intensivmedizin, aber außerhalb der Intensivmedizin äußerst schwer anwendbar und auch nicht wirklich gut zu handhaben. Dementsprechend auch nicht wirklich sinnvoll. Jetzt zeige ich Ihnen mal, was die momentane Situation ist.
Das sind die tabellarischen Daten aus unserem Qualitätsbündnis, also von hunderten und ein paar Krankenhäusern. Sie sehen, dass alle zusammen, das ist der Indikator, selbst nach IQTIC-Vorgaben im halben Jahr 3.500 Fälle produziert haben. Diese dreieinhalbtausend Fälle liegen, das ist der Indikator in unserem Datensatz, Sepsis mit Versorgung auf Intensivstationen, liegen zu einem weit überwiegenden Teil auf der Intensivstation.
Das ist jetzt erstmal nicht sonderlich überraschend. Menschen, die eine Sepsis haben, sind auch gerne mal schwer krank oder entwickeln diese Sepsis direkt auf der Intensivstation. Wenn man das mal durchrechnet, sind das 70% der Fälle. Umgekehrt könnte man, das ist jetzt ein bisschen Milchmädchenrechnung, das müssen wir im Datensatz noch mal ein bisschen genauer uns angucken, dafür sind aber die Daten auch noch nicht fein granulär genug.
Umgekehrt kann man postulieren, wenn 70% auf intensiv behandelt werden, dann werden 30% nicht auf intensiv behandelt. Und ich habe Ihnen gerade gezeigt, dass auf ITS der Sofa erhoben wird und dass bei den Patienten auf intensiv oder die auf intensiv kommen am Tag der Diagnosestellung der Sofa als Score erlaubt ist. Und wenn man postuliert, dass das bei allen diesen Patienten passiert, sind 70% aller Fälle automatisch dadurch gescreent. Das bedeutet, wenn wir 76% aller Fälle gescreent haben, dann treffen wir im Screening von den Normalstationen nur 20% der Patientinnen und Patienten.
Das ist zu wenig. Jetzt kann man argumentieren, für das erste halbe Jahr ist das gar nicht so schlecht. Naja, okay, das Verfahren hat gerade erst angefangen, aber das reicht in dem Fall nicht aus.
Und Wasser auf Ihre Mühlen, wenn Sie sich für Screening interessieren, hier ist er, der News 2. Ob Sie den News oder den News 2, mittlerweile sind beide erlaubt, nehmen, ist völlig egal. Das ist ein Score, der aus ganz unterschiedlichen Gründen von uns geliebt wird und wir empfehlen ihn sehr für den Rettungsdienst, für die Notaufnahme, für die Normalstation, weil wir alle Daten, die wir dafür brauchen, alle Items innerhalb von wenigen Sekunden erheben können.
Und jetzt kommt ein kurzer Interessenskonflikt, den ich Ihnen am Anfang schon dargelegt habe, weil ich für die Firma Referate gehalten habe oder Vorteile gehalten habe. Das ist der bei uns in Jena verwendete Monitor der Firma Baxter, Hilger und Bacheline. Das spielt keine Rolle, dass es dieser Monitor ist, aber dieser Monitor kann bei uns im Haus so programmiert werden, dass er aus den erhobenen Patienten Vitalparameter den News-Tile errechnet.
Das ist ein Touchscreen, das heißt, Sie können dort auch einfach über die Pflege eingeben lassen, kriegt der Patient additiven Sauerstoff, hat eine Lungenvorerkrankung und ist er normal responsiv oder ist er irgendwie neurologisch oder verhaltensauffällig verändert und dann gibt Ihnen dieses Gerät sofort den News 2 aus und dadurch, dass er einen Scanner hat, wir haben Patientenarmbänder bei uns, geht das dann auch direkt in die elektronische Akte, zeigt ein Warmfeld auf dem Monitor an, auch mit Handlungsanweisungen. Alles das geht direkt ins PDMS und die ganze Messung dauert 45 Sekunden etwa und dadurch, dass da ein spezielles Modul verbaut ist, kann es sogar die Atemfrequenz erlitten. Was wir mit diesen Monitoren angefangen haben, war ursprünglich ganz unabhängig vom Qualitätssicherungsverfahren eine Arbeitserleichterung für die Pflege, um diese früher mal sogenannten Blutdruckrunden, Zuckerrunden, Fieberrunden, wo dann irgendwie schön die Werte in Papierkurven oder einfach erstmal auf ein Blatt Papier geschrieben wurden, um sie hinterher in den Computer einzuhacken, abzuschaffen.
Dann haben wir gemerkt, dass man hier den News oder News 2-Score hinterlegen kann. Und dann haben wir uns angefangen, damit zu befassen, was machen wir denn dann damit und haben dieses Stufenschema bei uns im Haus angefangen zu etablieren. Ich will so ehrlich sein, es ist bei weitem noch nicht fest etabliert, aber es ist immerhin schon mal vom Vorstand durchgesegnet, abgesegnet und freigegeben und wir rollen es jetzt im Krankenhaus aus.
Das heißt, wir geben dem Personal am Patientenbett, also dem Personal auf Normalstation, die Möglichkeit, die Patientinnen und Patienten nicht nur klinisch zu bewerten, sondern auch mit einem etablierten Score zu quantifizieren und dadurch sowohl für sich im Team als auch in der dann folgenden Kommunikation eine gewisse Awareness zu generieren. Es ist ein Unterschied, ob eine Pflegekraft den ärztlichen Dienst informiert mit, hier geht es jemandem nicht so gut oder ich habe hier einen, der hat jetzt sechs Punkte, der hatte heute Morgen noch drei Punkte, der verschlechtert sich und dann kann sich das Team das angucken, dann sind die Punkte eventuell acht oder sowas und dann kann man die Intensivstation anrufen und sagen hier, ich habe einen, der hatte gerade eben sechs Punkte, jetzt hat er schon acht, heute Morgen hat er noch gar keine Punkte, kommt mal bitte vorbei, aber ich glaube, ich kann auch direkt mit dem zu euch kommen. Das heißt, man hat Schnittstellenkommunikationshilfen und Brücken. Und dasselbe gilt auch Rettungsdienst zur Notaufnahme. Es macht einen Unterschied, ob der Rettungsdienst erst nach zwei Minuten die Auffindesituation darlegt oder ob mit Notarzt, Notärztin oder ohne Notfallsanitäter eine Übergabe beginnen mit, das ist der Herr oder Frau so und so, mit der und der Konstellation, das ergibt einen News-Score von, und dann weiß der Notaufnahme jemand, Jeder sofort, der das hört, aha, bei Einlieferungen sieben Punkte, da müssen wir erstmal relativ zügig nachgucken und wenn es in zwei Stunden sich auf vier Punkte abgekühlt hat, sind wir auf der richtigen Seite und ansonsten müssen wir überlegen, wohin wir den eskalieren. Das macht dann auch die Abverlegung ins Haus und die Wahl, wo geht dieser Mensch eigentlich hinterher hin eventuell leichter.
Also das ist etwas, was wir aus diesem Verfahren abgeleitet sehr, sehr empfehlen und wo das Verfahren uns auch eine der Brücken baut, etwas medizinisch Sinnvolles zu tun und baut wie viele Punkte in dem Verfahren auf die Leitlinien auf. Und an der Stelle eine persönliche Bemerkung, weil jetzt sehr, sehr viel auch gesagt wird, das ist jetzt echt viel Aufwand und das müssen wir jetzt alles so plötzlich initialisieren, wenn Sie sie noch irgendwo rumliegen haben, die Leitlinie von 2018, also die acht Jahre alte Leitlinie, hatte das schon als Konsensempfehlung des Leitlinien-Grennors drin. Wenn man ehrlich ist, das gilt auch nicht nur in Jena, sondern das habe ich auch von vielen anderen unserer Mitgliedshäuser und anderen Kliniken gespiegelt gekriegt. Dieses Screening, was seit 2018 in den Leitlinien drin ist, das ist einfach nicht umgesetzt worden. Und wenn man lang genug eine Leitlinieempfehlung ignoriert, dann kann es halt passieren, dass sie irgendwann im Rahmen von Qualitätssicherungsverfahren verpflichtend wird. Und da sind wir jetzt.
Aber wie gesagt, ich halte das für medizinisch absolut sinnvoll und auch für umsetzbar. Ja, Praxisch-Check. Wo stehen wir? Der Status Präsenz. Was wird uns immer und immer und immer und immer wieder genannt?
Und jetzt sehe ich gerade, weil ich die nächste Spiele schon sehe, dass es ein kleines Layout-Problem gab. Es sind immer wieder die Probleme, wann screenen wir eigentlich? Tja, das ist eine Sache, das hat das IKOTIC erstmal so formulieren und regeln müssen, wie es ihnen möglich war. Und ich habe es Ihnen ja gezeigt, das Screening muss vor Selbstdiagnose erfolgen.
Und ja, es wird immer wieder gefragt, ja reicht es denn dann nicht, wenn ich die Leute screene, wenn sie ins Krankenhaus kommen? Und da die Frage muss man so ein bisschen dual beantworten. Ja, das reicht, um im schlimmsten Fall einfach nur diesen Qualitätsindikator zu befriedigen.
Denn es wird zwar festgehalten, wie viel Zeit zwischen Screening und Sets liegt, aber es hat keine Konsequenz, solange sie da vorliegen. Das ist aber kein Screening oder nur ein Teil eines Screenings. Ein Screening ist, sich dieselben Patientinnen und Patienten repetitiv angucken und dann merken, wenn es schlechter wird und man agieren muss.
Hier wird das Qualitätssicherungsverfahren sicher nochmal überarbeitet oder zumindest nachjustiert werden müssen irgendwann. Es ist im Moment nicht sonderlich vordringlich in der Diskussion mit dem IQ-Tick. Aber zumindest ist es schon mal in der Diskussion.
Dann haben wir die Diskussion immer wieder, wie mache ich das denn auf Normalstationen, wenn ich den Patienten auf Normalstationen erkenne und therapiere und der bleibt dort und ich habe kein Sofa vor. Dann dürfen Sie ihn nicht codieren. Jetzt ist es relativ oft so, dass wir damit konfrontiert werden, dass die Controller dann sagen: „Ja, juhu, dann dokumentieren wir den auch nicht, weil wir die Codier-Richtlinien nicht einhalten“, was eine korrekte Aussage ist, und dann geht der auch gar nicht ins Verfahren ein.
Das haben wir in Deutschland offensichtlich so weit perfektioniert, diese Aussage, dass wir eine Gesamtletalität von 50 Prozent in unserem Datensatz haben. Das heißt, dieser Trick scheint recht effektiv zu funktionieren. Davor kann ich nur warnen, da gehen Ihnen nämlich die Patientinnen und Patienten durch die Lappen, die wirklich ihre Behandlungserfolge sind. Und das hat unterschiedliche Vorteile, abgesehen davon, dass die dann den Qualitätsindikator SMR auch bestehen, selbst wenn der irgendwann mal von der 2 abgesenkt wird.
Aber vor allen Dingen vergeben Sie sich hier ganz viele emotionale Pluspunkte. Dementsprechend sollte Ihr Fokus nicht darauf liegen, die Diagnosen auszusortieren, sondern diejenigen, die Sie so früh erkannt und so gut behandelt haben, also Ihre Champions, wo Sie wirklich gut waren, die dann auch zu kodieren. Dafür müssen Sie den Leuten ja eigentlich nur was an die Hand geben, damit sie den Sofas voranmitteln. Und schon sitzt die Diagnose in der Akte, alles wunderbar. Und woran wir im Moment arbeiten, auch nicht nur wir vom DECO-SEP, sondern wir vielleicht noch mit am wenigsten, weil wir eher eine koordinierende Funktion da haben, sondern tatsächlich die Kliniken und die Industrie sind Datenflüsse und Schnittstellen.
Und das ist eine Diskussion, das kriegen wir auch immer wieder mitgeteilt, gespiegelt, auch von den Anbietern offen gesagt. Sie können im Prinzip jeden einzelnen Datenpunkt von A nach B transferieren. Wenn es keine Schnittstelle gibt, können Sie eine Schnittstelle programmieren.
Das Problem ist, dass wenn das jemand tut, der dafür in der Lage ist, ihn eine Rechnung zu schreiben, er ihn eine Rechnung schreiben wird und diese Rechnung hat einen richtig hohen Betrag drauf. Das ist im Moment Realität und das ist eine Sache, das haben die Anbieter der Systeme auch relativ schnell verstanden. Abgesehen davon, dass es hier unterschiedliche Analysemöglichkeiten und sowas gibt, die dann zum Teil mit eingebaut werden, die wechselnde Qualität haben.
Hier sind wir im Moment dabei, in unserem Netzwerk eine Harmonisierung nach Anwendungsgruppen zu generieren und da die Kommunikation aufzubauen. Aber das ist ein Thema, das wird uns sicher noch die nächsten Jahre verfolgen. Und jetzt kommt der Experimental-Teil. Jetzt bin ich mal sehr gespannt.
Erstmal gucke ich kurz auf die Uhr. Ein paar Minuten haben wir noch. Und den Status Präsenz werden wir vom Deutschen Qualitätsbündnis Deptets in den nächsten Wochen in einem nicht ganz klanken, es geht nicht, aber schnell zu beantwortenden Online-Fragebogen in Ihre Klinik versenden.
Über das QM, also wenn Sie beim QM arbeiten, freuen Sie sich schon mal drauf. Ich hoffe, wir sind in der nächsten Woche startklar. Dann werden Sie per Mail einen Fragebogen kriegen, wie Sie die Qualitätsindikatoren bei sich umsetzen, welche Maßnahmen Sie getroffen haben, damit wir als Netzwerk einmal einen Überblick kriegen für Deutschland, weil es macht sonst keiner, wie stehen wir eigentlich, um genau die Kommunikation, die ich Ihnen gerade gesagt habe, dann auch wirklich anpacken zu können. Und das möchte ich jetzt einmal mit Ihnen als Kohorte testen. Ich weiß, dass Sie zum Teil mit mehreren aus dem gleichen Krankenhaus kommen, dass das alles nicht repräsentativ ist und Sie sind ja sowieso schon die Spitzengruppe der Krankenhauslandschaft, sonst wären Sie ja nicht hier.
Aber nehmen Sie mal bitte ein mobiles Endgerät und scannen Sie mal bitte diesen QR-Code und dann werden Sie auf vote.ac geleitet und zwar meinen Account quasi, denn bei EduVote gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sie können im Moment noch nicht voten. Ich aktiviere die Umfrage jetzt mal.
Da ich weiß, was jetzt kommt, gehe ich einmal noch mal kurz zurück und alle die, die den QR-Code sind noch nicht. Ich halte Vorlesungen bei Humanmedizinstudierenden mit dem Trick. Ich muss dreimal zurück.
Sie sind Profis, das mache ich bei Ihnen nicht. Aber hier, bitte, da ist er nochmal. Jetzt bin ich mal gespannt, mit wie vielen Antworten ich gleich rechnen darf. Ich aktiviere jetzt mal die Umfrage und Sie werden jetzt gebeten, von A bis E Ihre Antworten einzugeben.
Ich habe es zumindest in einer Handvoll Teilnehmenden schon mal geklappt. Ich lasse die einfach mal einen Augenblick machen. so komplex ist die frage nicht also ich glaube so wahnsinnig viel bedenkt muss ich ihnen gar
Dr. Matthias Gründling: Nicht muss ich ihnen gar nicht geben Hendrik kannst du den qr code noch mal zeigen wird hier gefragt
Dr. Hendrik Rüddel: Ja ja ja ich bin mir tatsächlich ganz sicher wir lassen für die frage jetzt mal kurz raus ich weiß nicht ob ich dann auf die frage zurückkomme ich blende ihn jetzt gleich noch mal ein so ich beende jetzt mal die frage kleiner blick und hier sind ihre ergebnisse die für uns jetzt wahnsinnig spannend sind die greenen in 40 prozent der fälle mit dem kürzburg wenn er das aufnahme mit 40 prozent das ergibt ein screening von 80 prozent in den notaufnahmen richtig gut dass ich nicht mit gerechnet, aber ich habe ja gesagt, wie sind die Positivauswahl? Screen mit dem Sofa in der Notaufnahme 5%, okay, interessant. Auch wenn das hier eine Minderheitenmeinung ist, ist das ja in der Notaufnahme durchaus machbar. Das ist ja ein Standard-Labordatensatz, der dann abgenommen wird. Kann man durchaus diskutieren, finde ich interessant. Ich erfülle die Bitte und gehe nochmal auf den QR-Code zurück.
Und kleine Anmerkung, wahrscheinlich, wenn ich Ihnen jetzt gleich die nächste Frage stelle und Sie die aktivieren und ich die Frage aktiviere, dann werden Sie wahrscheinlich, wenn Sie versuchen zu voten, gesagt bekommen, Sie haben schon abgestimmt. Das meint Frage 1, Sie müssten dann einmal in der Browserleiste Ihres Handybrowsers auf aktualisieren klicken. So war es zumindest, seit ich es gerade eben versucht habe.
So, wir versuchen es mal mit der nächsten Frage, nämlich womit screenen Sie auf Ihren Normalstationen? Gut. schauen wir uns das ergebnis machen ok sehr schön immerhin der ehrlichkeit quote von 15 prozent das gefällt mir 20 prozent der fälle und news in der hälfte der fälle ja nicht beeindruckt von, aber ich wiederhole mich, glaube ich, Sie sind eine positive Auswahl, aber immerhin, das ist ein Ergebnis, das ist etwas besser, als ich es erwartet hätte. Ich setze jetzt mal voraus, dass es wahrscheinlich noch nicht jede Normalstation und jede Situation angeht, aber ich habe die nächste Frage für Sie. Wann wird bei Ihnen auf der Normalstation gescreent?
Dr. Matthias Gründling: Ja hat jemand den Chat geschrieben er nimmt a plus d das hast du leider nicht als möglichkeit
Dr. Hendrik Rüddel: Möglichkeiten genau wie heißt das im studium immer so schön wählen sie die am ehesten richtig oder am felschern wird ausgehen genau eine güte ist doch kein test jetzt mach ok gut dann schauen wir uns mal das heißt die meisten von ihnen haben nicht nur ein vernünftiges tool etabliert sondern auch ein tägliches training da wäre ich auch gerne also vom plan her wer bei uns auch so mal gucken aber schön also es freut mich mehr dann sind wir alle glaube ich oder sie vor allen dingen auf einem relativ guten weg klar das muss nach oben immer aber das verfahren läuft ja auch erst eine halbe stunde ich hätte schon über eine halbe stunde das merkt man langsam, seit einem halben Jahr. Wie gesagt, mit Luft nach oben, aber das ist mit Sicherheit neben den Schulungen noch eines der dicksten Bretter zu bohren. Nächste Frage.
Ausgezeichnet auch hier gehen wir in den bereich der 50 prozent also mit implementiertem reaktionsalgorithmus hervorragend nein aber geplant ja aber nicht implementiert ich gebe zu für jener hätte ich jetzt auch selber gar nicht so ganz genau gewusst wo ich mich da einsortiert hätte müssen. Ja, implementiert hätte man bei uns sogar auch noch argumentieren können, weil in einigen Bereichen läuft es schon, in anderen nicht. Es ist ein dynamischer Prozess, um ein dickes Brett zu bohren, aber da können Sie sich tatsächlich ziemlich auf die Schulter klopfen.
Das sind sehr gute Daten. Also vielen Dank erstmal für die Antworten. Jetzt bin ich sehr gespannt. Und die Frage nach diesem Selbstbestempel meint jetzt nicht, ob Sie irgendwo einen Stempel haben, wo das Wort Selbstbestopp steht, sondern im Sinne des Vortrags, Haben Sie irgendeine Möglichkeit, in der bei Ihnen geführten Akte eine Marke zu setzen, sei es auf Papier, sei es elektronisch, mit oder ohne Handlungserweisung, aber haben Sie eine Möglichkeit, diese Diagnosemarke zu setzen?
Das ist damit gemeint. Ok jetzt bin ich mal sehr gespannt ok die zahlen haben sich dann doch ein bisschen verändert ein drittel von ihnen plant ist auch nicht okay erst mal so als aussage naja vielleicht haben wir haben sich daran ein bisschen motivieren können wenn sie da noch mal kommunikations- oder unterstützungsbedarf haben können sie sich auch gerne an mich wenden ansonsten haben wir 20 prozent der vernein aber geplant das ist auch je nachdem was man für ein System hat, nicht ganz einfach. Ja, aber nicht implementiert. Das wäre die jene Antwort, weil wir noch im Prozess sind. Ja, implementiert immerhin ein Viertel von Ihnen. Das ist richtig viel. Das ist mehr als ich erwartet habe.
Also, ja, das Qualitätssicherungsverfahren hat offensichtlich bereits tatsächlich so ein bisschen strukturelle Erfolge. Ich bin sehr gespannt, wie die Antworten dann ausfallen, wenn wir breiter fragen und diese Fragen einfach irgendwann nochmal wiederholen. Das wird eine sehr, sehr spannende Entwicklung.
Und ein Thema, das Ihnen mit Sicherheit auch leidig bekannt ist, wer macht denn eigentlich die QS-Bürgen bei Ihnen? sehr schön von automatisch teilweise automatisch das letzte ja relativ viel raum wie viel automatisch automatismus steckt aber immerhin 25 und 60 prozent der bürgen werden händisch gefüllt 40 prozent davon weil matthias sein ton und seine kamera ausgabst als unser gastgeber sag ich jetzt mal dass er jetzt normalerweise sagen würde diese qualitätssicherungsverfahren darf auf gar keinen Fall dazu führen, dass im Behandlungsteam Händeschwögen ausgefüllt werden. Es darf eigentlich überhaupt nicht dazu führen, dass Händeschwögen ausgefüllt werden.
Jetzt ist das in vielerlei Hinsicht eine verlockende Alternative, wenn man bedenkt, dass die Verantwortung für das Verfahren bei den jeweiligen Menschen mit Prokura, also in der Regel der kaufmännischen oder medizinischen Direktion des Krankenhauses liegt. Und dann ist es natürlich relativ einfach zu sagen, ihr füllt jetzt die Bögen aus, aber seht zu, das ist auch alles fach. Das ist nicht Aufgabe des Qualitätssicherungsverfahrens und man kann ja die Daten, die liegen ja vor. Man muss sich halt darum kümmern, dass die vorliegen und das ist, wie gesagt, dieser technische Automatisierungsprozess, aber das muss gewährleistet sein, denn sonst verschwenden sie Ressourcen und Arbeitskraft ihrer Mitarbeitenden, die wirklich anderes zu tun haben.
Im Zweifelsfall sind sie ja auch selber. Wahrscheinlich sitzen viele von Ihnen hier und denken sich, ja, ich fülle diese Bögen aus, da soll der Quatsch. Also genau das ist es. Das darf nicht das Ziel und der Endpunkt sein. Das hat auch einen ganz einfachen Grund für das, was das Qualitätssicherungsverfahren eigentlich möchte.
Das Qualitätssicherungsverfahren möchte uns unterstützen, motivieren und ein Stück weit vielleicht irgendwann auch mal sanktionieren, auf dem Weg dahin, unsere Diagnose und Therapie der Selbstes für unsere Patientinnen und Patienten erheblich zu verbessern und dadurch ein besseres Outcome zu generieren. Und wenn wir etwas machen, was Menschen, die damit mehr oder weniger zu tun haben, sinnlose, repetitive, stumpfe Arbeit aufbrummt und das auch noch viel, dann führt das dazu, dass dieses Verfahren an und für sich einen ganz schlechten Läumund in den Kliniken kriegt. Und erstens hat es das nicht verdient und zweitens macht es uns das, was man damit erreichen kann, kaputt. Also muss es viel sein, so schnell wie möglich in einen möglichst hohen Automatisierungsgrad zu kommen. Und das ist das, wodurch neben den eigentlichen Implementierungen der Qualitätsindikatoren in den nächsten Monaten und Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Kliniken und auch in der Industrie und auch natürlich bei uns im Netzwerk ein riesiges Augenmerk belegt werden wird.
Wo geht die Reise in der Zukunft hin? Abgesehen davon, dass ich Ihnen gerade gesagt habe, dass es technische und inhaltliche Aspekte haben wird, wird bereits jetzt über die Qualitätsindikatoren diskutiert. Zum Beispiel Frau Gerber und ich im Expertengremium auf Bundesebene. Vielleicht haben wir noch andere Kolleginnen und Kollegen aus dem Gremium hier im Auditorium. Dann besonderer Gruß geht raus.
Und wichtig für Sie ist, die Dynamik des Verfahrens, vielleicht einmal kurz erwähnt zu kriegen, dieses Verfahren ist sehr trägedynamisch. Das heißt, wenn wir Dinge beschließen oder wenn wir zum Beispiel jetzt als DQSep, als Krankenhausverbund in unseren Häusern erfahren, es gibt dieses und jenes Problem und wir kriegen als Projektleitung den Auftrag, Mensch, kümmert euch doch mal darum, dass dieses und jenes bearbeitet wird. Also ich mache jetzt mal ein ganz fiktives Beispiel.
Wir stellen fest, alle Krankenhäuser in DQSep bleiben in ihrer SMR unter 1,5. Kümmert euch nochmal darum, dass die SMR-Schwelle auf 1,5 abgesenkt wird. Liegt jetzt nicht an, ist auch nicht sinnvoll, aber müssen wir dann gucken.
Und wir würden damit in das Expertengremium gehen und sagen, es wäre doch sinnvoll, wenn wir die SMR auf 1,5 suchen. Und das Gesamtexpertengremium sagt, ja, sinnvoll. Und dann sagt das IncoTik auch noch, ja, ist okay, wir lassen uns davon beraten und wir passen das an.
Dann geht das zum GBA, wird beschlossen und nach dem Beschluss in das Verfahren eingepflegt und wird dann gültig. Der Gültigkeitszeitraum liegt Jahre vom Beschlusszeitraum oder Diskussionszeitraum entfernt. Das heißt, wir planen jetzt schon Modifikationen für das Ende der 20er Jahre und die frühen 30er Jahre.
Das heißt, das Verfahren ist etwas flapsig gesagt auf die Ewigkeit angelegt und Dinge, die bis jetzt noch nicht geändert worden sind, werden lange brauchen, um in unserer Versorgungsrealität anzukommen. Und dann gibt es noch die Situation, was passiert denn, wenn wir auffällig werden bei Qualitätsindikatoren? Und ich bin sehr gespannt. Das I-Cutic sagt auf seiner eigenen verfahrensbezogenen Homepage, dass das Verfahren für etwa 1200 Krankenhäuser in Deutschland gilt.
Meine persönliche Erwartung ist, dass für das Jahr 2026 und das Folgejahr 2027 1200 irgendwas Krankenhäuser, wenn es die dann noch gibt, auffällig werden. Einfach weil die Blutkultur-Kontrollmarge sehr hoch ist, die Screening-Kontrollmarge, also der Referenzwert ist sehr hoch und das mit den Schulungen, das ist auch nicht ganz trivial und dann müssen die Bürgern auch noch vollständig sein. Was passiert, wenn Sie auffällig werden? Das wissen die meisten von Ihnen. Da gibt es ein Stellungnahmeverfahren und einen strukturierten Dialog. Dann dürfen Sie insbesondere im Wiederholungsfall darlegen, wie Sie auf das reagieren können. Und wenn Sie möchten, können Sie sich dann ein Peer Review ins Haus holen und das Verfahren werden wir als Netzwerk weiter betreiben.
Wir werden das auch als, heute sagt man so schön, so eine Toolbox-Häusern zur Verfügung stellen, als kleinen Baukasten. Wenn Sie sagen, wir möchten ein Peer Review, aber wir möchten bei Ihnen nicht Mitglied werden, dann müssen Sie sich halt selber um die Organisation kümmern. Das ist jetzt auch kein Hexenwerk. Das werden Sie alles bei uns auf der Homepage finden.
Was wir machen, einfach nur ein ganz kurzer Ausblick. Wir schauen uns im Netzwerk an, wo sind denn unsere Problembären und die kontaktieren. Wir gehen in den Dialog mit denen und schlagen vor, wie sieht es aus, sollen wir mal bei euch vorbeikommen mit dem Peer-Review-Team oder, das ist deutlich häufiger tatsächlich, die Häuser melden sich bei uns und fragen, können wir nicht endlich mal ein Peer-Review kriegen.
Und dann schauen wir uns diese Einzelfalltabelle an. Hier sind wir gerade dabei, das von der Excel-Tabelle weg in ein noch leichter zu transformierenderes Format zu überführen. Hier sehen Sie einfach mal einen Fiktivdatensatz mit Fällen, der dann sortiert wird nach Fällen mit einer niedrigen Versterbewahrscheinlichkeit, die aber alle verstorben sind. Das ist so ein Auswahlfilter, wenn Sie sich solche Fälle angucken in einem Peer Review, dann stolpern Sie häufiger mal über Auffälligkeit und das ist ganz wichtig bitte, wir machen doch keine Fehlersuche, wir sind nicht die Staatsanwaltschaft, wir sind keine Feldjäger, wir sind auch keine schimpfenden Kollegen, die da irgendwie das Blame Game spielen wollen.
Sondern es geht darum, findet man Muster, die man im dann folgenden kollegialen Dialog am Rundentisch auf Augenhöhe miteinander besprechen kann und wo man mit der Erfahrung von außen und der Erfahrung der Teammitglieder in der Klinik selber Verbesserungsmaßnahmen ableiten kann. Wir sind, was das angeht, machen wir selbst ein spezifisches Peer Review und wir kommen immer auch mit dem pflegerischen Team vorbei. Das ist eine sehr, sehr wertvolle Ergänzung, weil die nochmal auf ganz andere Aspekte gucken.
Wir schauen uns Fälle an, habe ich Ihnen gerade gezeigt, aber eben auch Strukturen im Haus und kommen dann in eine sehr, sehr gute Diskussionsgrundlage. Und wenn wir am Ende des Tages fahren, haben wir als Reviewer meistens mehr gelernt als das Haus, aber es war in der Regel für alle Beteiligten ein sehr guter und sehr lehrreicher Tag. wenn Sie Interesse daran haben, sich oder andere Mitarbeitenden Ihres Klinikums in sowas reinschnuppern zu lassen.
Wir haben am 7. und 8. Oktober hier in Jena die nächste Schulung für Peer Review.
Es sind noch wenige Plätze frei, das sind immer relativ kleine Gruppen, sonst wird es nicht mehr durchführbar. Und die sind, was den Kurs angeht, kostenfrei. Das heißt, wenn Sie jetzt schnell genug mit dem QR-Code sind, bitteschön, wir würden uns freuen.
Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit. Wir sind so auch in der Zeit geblieben. Wir haben sicher noch Zeit für die ein oder andere Fragen. Ich freue mich sehr auf die Diskussion mit Ihnen. Und nochmal für mich persönlich, glaube ich, Rekordkulisse, 500 irgendwas. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Aufmerksamkeit. Jetzt mittlerweile am fortgeschrittenen Abend. Ich freue mich auf Ihre Fragen. Vielen, vielen Dank.
Dr. Matthias Gründling:
Ja, lieber Hendrik, ganz herzlichen Dank. Wir sind hier in Greifswald ziemlich begeistert, auch vor allen Dingen ob deiner Interaktivität, die wir hier so noch nicht hatten. Das betrifft sowohl den Chat, wo viele Fragen schon von den anderen Teilnehmenden mitbeantwortet wurden, aber auch deine Umfrage natürlich. Einen Punkt warst du nicht ganz vollständig in der Umfrage, wer die Bögen ausfüllt, da fehlte noch das Feld Manuela Gerber, die muss es nämlich bei uns für alle machen. Das ist vielleicht auch eine Idee für andere Häuser, weil dann, wenn man daran interessiert ist, die wirkliche Qualität der Behandlung zu verbessern und nicht nur Bögen auszufüllen, dann sieht man nämlich seine, sagen wir mal, schwarzen Schafe und kann ganz gezielt zu den Stationen gehen, wo es eben klemmt mit der einer oder anderen Maßnahme, die wirklich für Patienten natürlich sinnvoll ist.
Dr. Hendrik Rüddel:
Aber ich habe eine kurze Anmerkung dazu oder eine Frage an dich oder euch. Ich habe immer wieder, ich kriege das, das schiebt so immer von unten rein, im Chat sind mehrere hundert Wortbeiträge eingegangen. Am Anfang erst mal halb Deutschlands mit Grüßen, schöne Grüße übrigens zurück, wo auch immer Sie gerade sind.
Freut mich sehr, da war ja wirklich alles dabei. Ihr den Chat? Kann ich den hinterher bekommen?
Dr. Matthias Gründling:
Ja, kannst du haben.
Dr. Hendrik Rüddel:
Sehr schön, wunderbar. Denn, Überleitung zu dem anderen Aspekt, wir werden mit Sicherheit nicht jede einzelne Frage, die jetzt im Chat aufgepoppt ist und die noch offen ist, jetzt beantworten können. Sie sehen hier den QR-Code zu unserer Homepage.
Sie sehen unsere Mailadresse. Meine Mail wäre statt DQZ einfach Hendrik.ruedl. Aber Sie können auch über unsere Sammelmail gehen.
Da ist meine Kollegin Frau Mundstein immer für Sie da, das dann weiter. Das heißt, wenn heute Fragen offenbleiben, ob sie jetzt bei uns im Netzwerk drin sind oder nicht, ist erstmal egal. Melden Sie sich einfach bei uns, das meiste können wir klären.
Und wir haben sogar eine FAQ-Session bei uns auf der Homepage, die ist, glaube ich, sogar noch ein bisschen
Dr. Matthias Gründling:
launischer als die vom IcoTik. Ja, Henrik, danke für das Angebot. Wir haben trotzdem natürlich hier ein bisschen geguckt, was so an Fragen auftauchte. Ganz zum Ende war, ob man nicht hätte die Softwareanbieter in die Pflicht nehmen sollen beim Start. Also das haben wir versucht ne henrik kann sich entsinnen da hat das ito kutik gesagt sie haben da keine handhabe also Also ja, am Anfang war sehr viel Fragen zu dem ABS-Team gewesen.
Und da wäre so meine Quintessenz der Frage nochmal, vielleicht kannst du nochmal erklären. Also es wurde gesagt, naja, wir sollen ja nur für Sepsis das ABS-Team machen. Das ist ein bisschen an der Sache vorbei.
Also vielleicht nimmst du dazu nochmal Stellung, wie man das in der Praxis machen sollte, damit es nicht nur das QS-Verfahren erfüllt vielleicht, sondern auch den wirklichen Zweck, die Qualität zu verbessern.
Dr. Hendrik Rüddel:
Ich greife mal eine Diskussion auf, die wir neulich im Rahmen eines Peer Reviews in einem Haus geführt haben, wie man ABS nutzen kann, dass ein Team, was es eh geben muss für die Selbstsitz, für ein Krankenhaus zum Gewinn wird und was dann auch richtig Benefits haben kann. Wir haben, Entschuldigung, Seit einigen Jahren von jener aus, Professor Pleitz, unser Mikrobiologe, unser Infektiologe, was ja Prömonologie kommt, hat bei uns im Haus gegen enorme Widerstände durchgesetzt, dass jede Blutkultur, die positiv auf Staphylococcus aureus wird, als Meldung bei ihm eingeht. Und dann schickt er Leute los, die auf die Station gehen und sich mit dem Team konsiliarisch zusammensetzen.
Dieses Modell, das haben die auch dann vor vielen Jahren schon wissenschaftlich ausgewertet, habe ich mir sagen lassen, ist mittlerweile relativ weit verbreitet und etabliert, weil die Number Needed to Treat für Staphylococcus aureus-positive Blutkulturen und den Effekt, den ein infektiologisches Konsil da macht, richtig gut ist. Das heißt, die Tatsache, dass die Infektiologen unaufgefordert auf ihrer Station auftauchen und ihren Senf dazugeben, hilft, die Behandlung zu verbessern, das Ausgang zu verbessern und Kosten zu sparen. Das letzte war das Argument, warum es das jetzt in vielen Kliniken gibt.
Und so können sie ein ABS-Team nutzen. Nicht nur für positive Blutkulturen, kann man das aber auch machen. Aber wir haben das dann ausgiebig mit den Kollegen diskutiert.
Es gab dort eine relativ strenge Hauspolitik, was bestimmte Reserveantibiotika anging. Und die hatten die Situation, dass es einige Fälle gab, wo die Reserveantibiotika quasi illegalerweise gegeben worden waren oder nicht gegeben worden sind mit dem Verweis, das seien ja Reserveantibiotika, wo sie aber Sinn ergeben hätten. Und dann kann man dieses Antibiotika-Searchip-Team einfach nutzen, bestimmte Dinge als Freigabeoption zu nehmen.
Dass man sagt, bestimmte Medikamente, bestimmte Antibiotika werden erst ausgegeben von der Apotheke, wenn eine Freigabe vom ABS-Team oder ab einer gewissen Kenntnisstufe, muss dann nämlich das ganze ABS-Team sein, vorliegt. Ja, das ist ein Eingriff in die ärztliche Therapiefreiheit. Das muss man diskutieren.
Das muss auch in einem Haus von der Leitung kommen. Das kann man nicht eben einfach so postulieren. Man kann aber noch was machen.
Das ist im Zeitalter von elektronischen Aktenführungen ist das wirklich problemlos möglich. Man kann für bestimmte Antibiotika auch einfach eine Marke ziehen, dass man sagt, in dem Moment, wo der achte Tag Piperacinita Zobactam oder Meropenem rezeptiert wird und im System auftaucht, ist, dass der Tag, wo das ABS-Team vorbeikommt. Einfach nur, um mal zu diskutieren: Müssen wir hier nach acht Tagen immer noch derartig Folgearzt fahren?
Und wenn ja, wenn das gerechtfertigt ist, haben wir vielleicht irgendwas anderes übersehen, worum wir uns in der Zwischenzeit auch noch hätten kümmern können. In der Regel wird man durch eine kollegiale Interaktion nicht dümmer und in der Regel wird die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten dadurch auch nicht schlechter.
Dr. Matthias Gründling:
So, Anfängerfehler, Ton war weg. Ja, danke, Henrik. Also eine ABS-Visite ist eben auch für die Patienten nicht rausgeschmissen, die am Ende nicht mit selbst diskutiert wurden. Das war hier so eine Anmerkung im Chat.
Zu den Bettenzahlen der Berechnung gab es hier nochmal Fragen. Ich weiß nicht, ob du dich da auskennst. Also hier wird von SGB V und SGB VII, wir haben schnell gegoogelt, SGB VII sind offensichtlich die Reha-Kliniken.
Ob da auch die Gesamtbettenzahl gilt oder weißt du das?
Dr. Hendrik Rüddel:
Ich wollte die Frage mir selber stellen. Die Frage war bestimmt, welche Betten zählen in diese… Immer und immer und immer wieder Dauerbrenner.
Das Ecotec hat dazu länglich Stellung bezogen und nichtsdestotrotz werden wir das auch in Zukunft diskutieren. Also Fachabteilungen, die rausgenommen werden, generieren keine Fälle und werden beim zu schulenden Personal nicht mitgezählt. Bei den Betten aber schon.
Das heißt, vereinfacht gesagt, wird die Bettenzahl angelegt, die für ihr Gesamtklinikum im Landesbettenplan steht. Und wenn Sie wirklich mal SGB V, SGB VII Schnittmengen haben, dass Sie sagen, wir sind ein Haus mit 1000 Betten, davon sind 100 Akutversorgung und 900 Reha, Planschbecken, geriatrische Spezialproktologie oder, oder, oder. Und Sie wissen wirklich nicht, welche Bettenzahl Sie anlegen sollen. Steht Ihnen dafür die für Sie zuständige Landesannahmestelle oder das IQTIG tatsächlich selber zur Verfügung?
Aber vereinfacht gesagt gilt die Bettenzahl, die im Landesbettenplan für Ihr Gesamtklinikum hinterlegt ist. Und ja, das ist natürlich besonders ärgerlich, wenn Sie im Krankenhaus sind mit 100 internistischen Akutbetten und x-hundert psychiatrischen Spezialbetten. Ja, ist so.
Dr. Matthias Gründling:
Okay, danke, Henrik. Hier wurde nochmal korrigiert, SGB VII. Wir haben also falsch gegoogelt, sind BG-liche Patienten. Da stellt sich mir allerdings die Frage, wieso sollen die nicht mitgezählt werden? Kann so ein BG-Patient keine Sepsis kriegen?
Dr. Hendrik Rüddel:
Privatpatienten und Kinder können ja auch eine Sepsis kriegen. Das ist eine andere Datengrundlage. Da muss ich jetzt tatsächlich aufpassen, weil das ist eine Feinheit, da kenne ich mich nicht mit aus. Das kann das IKT ganz genau erklären. Das ist deutsche Sozialgesetzgebung.
Dr. Matthias Gründling:
Ja, also da steht ja auch jedem frei, das IQTIC ist auch, hatte ich immer den Eindruck, jemand, der da sehr konstruktiv von antwortet. Hier ist mehrfach die Frage, ob das Webinar aufgezeichnet wird, ob wir die Folien kriegen. Also ich habe mal durchgeguckt, du hast keine größeren Copyright-Verletzungen gehabt, wir könnten es auf YouTube lassen, würde ich sagen. Und ansonsten, glaube ich, würde Herr Rüttel auch auf eine Anfrage reagieren, das hat er ja schon gesagt.
So, dann war nochmal dieses Thema Blutkulturen und antiinfektive Therapie. Also wie eng das getaktet und getriggert sein muss, weil da kann man ja schon ganz schön daneben greifen, wenn man zum Beispiel die Blutkultur abnimmt, dann richtig schnell ist das Team und die Antibiotika sofort gibt und dann erst die Blutkultur lotschickt und dann leider den Zeitstempel nimmt des Losschickens. dann wäre man ja theoretisch dahinter vielleicht kannst du da noch mal sagen ernst praktisch auch praktisch nicht man hat es rechtzeitig abgenommen das antibiotikum gegeben und dann den fehler begangen dass man die falsche zeit eingegeben hat das versaut einem praktisch den
Dr. Hendrik Rüddel:
qualitätsindikator tatsächlich weil dann die zeit der blutkulturen wenn man die eingang im labor nimmt und bis dahin das antibiotikum gegeben wurde dann eben danach liegt. Das ist ja ein Spezialfall, wenn man eine minutengenaue, also elektronische Dokumentation hat. Tatsächlich, wenn man merkt, dass das eines der Probleme ist, also erstens ist das eine Sache, dann reißt man den Qualitätsindikator, hat aber kein echtes Qualitätsproblem, das wird die Landesannahmestelle, beziehungsweise womit man dann auch immer sein Stellungnahmeverfahren führt, Landesarbeitsgemeinschaft wird das relativ schnell durchwinken, das ist also kein echtes Qualitätsproblem.
Es erleichtert Ihnen die Sache trotzdem, wenn Sie es Ihrem Team irgendwie ermöglichen, den Zeitpunkt der Abnahme zu dokumentieren. Und sei es nur, dass es auf Ihrem elektronischen Patientenaktenfeld, da wo Sie die Kulturen anlegen, nochmal einen Zusatzknopf gibt für jetzt habe ich sie wirklich abgenommen. Und bevor man dann das irgendwie ins Labor gibt oder so, weiß ich nicht, da muss man ein bisschen auch mit dem Anbieter diskutieren, was da möglich ist, wie man das zur Verfügung stellt, diesen genauen Datenzeitpunkt. Aber wenn es wirklich um die Minuten geht, dann kann das entscheidend sein.
Ich treibe an der Stelle mal ganz kurz eine Frage auf, die immer wieder gestellt wird und die das IKOTEK mittlerweile klar beantwortet hat. Da auch tatsächlich so ein bisschen, wie soll ich sagen, in der Systematik bleibend, aber jetzt nicht mehr ganz auf den Leitungen. Das ist, wie muss ich agieren und wie gelten diese Zeitmarkten bei zuverlegten Patientinnen und Patienten mit einer bekannten Selbstsitz, die bereits antherapiert sind.
Also in ihrer Notaufnahme schlägt ein Patient oder Patientin auf aus einem benachbarten Krankenhaus. Diese Patientin, dieser Patient kommt zu Ihnen, da ist das Label Sepsis schon drauf. Und die Kollegen in der vorbehandenen Klinik haben eine perfekt passende Antibiotikatherapie begonnen.
Und sie übernehmen diese Patientin oder Patienten. Sie übernehmen keine Zeitmarke des vorherigen Hauses. Das ist deren Programm, das ist deren QS-Bogen, da müssen die mit um. Sie beginnen einen neuen QS-Bogen, Sie stellen in der Notaufnahme die bereits vorgegebene Diagnose selbst, bestätigen die für Ihr Haus, zum Beispiel indem Sie irgendwie einen SofaScore machen.
Das Screening ist dann logischerweise nach der Diagnosestellung oder im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang, das ist erlaubt. Also Sie machen quasi ein Screening im Moment der Diagnosestellung, das ist für das Verfahren erlaubt. Und dann müssen Sie, obwohl es jemand ist, der bereits anbehandelt ist und vielleicht sogar Blutkulturen abgenommen gekriegt hat oder zu Ihnen mitbringt, müssen Sie, um den Qualitätsindikator zu erfüllen, noch mal mindestens zwei Sets Blutkulturen abnehmen.
Und zwar bevor Sie die nächste Gabe des auf die Sepsis abgezielten Antibiotikums geben. Davor müssen Sie die Blutkulturen abnehmen. Nochmal, selbst wenn Sie wissen, dass schon welche abgenommen sind.
Hier gehen die Anforderungen des Qualitätssicherungsverfahrens über die Leitlinien hinaus. Das hat das IQ-Tick absichtlich gemacht. Ich will die Begründung gar nicht bewerten, sondern die Begründung ist, dass man sich die Setzung bewusst macht, dass die Diagnose nochmal überprüft wird und dass man diese Diagnostik-Mikrobiologie macht, Blutkulturen macht, damit man hinterher seine Antibiotika im Zweifelsfall auch deeskalieren kann, dass sie da nochmal explizit Wert drauf gelegt haben.
Auch das wird diskutiert, aber auch da kommen wir momentan.
Dr. Matthias Gründling:
Ja, Henrik, das war nochmal ein wichtiger Punkt. Ich glaube allerdings, dass das wirklich was ist für die Expertenkommission, weil das ist ja grober Unfug. Also für viele Patienten mag es so sein, dass einer in den Maximalversorger verlegt wird, weil man mit der Herzsanierung oder womit auch immer nicht klarkommt.
Und da will ich natürlich noch mal wissen, lagen die richtig. Aber wenn ich einen Patienten zuverlegt kriege mit einer glasklaren Staph aureusendokarditis oder Bakterie, dann nehme ich dem natürlich irgendwann Kontrollblutkulturen ab. Aber wenn der frisch anbehandelt ist, nehme ich dem nicht noch mal ab.
Es gibt nämlich auch Pätschenblattmanagement und das müssen wir natürlich vertreten, auch in der Expertenkonstruktion, aber ich weiß, dass es macht. Und vielleicht kann man das ja sogar rausrechnen, denn wir setzen ja das Kreuz zuverlegt. Also man kann im I-Kotik natürlich diesen Filter sich getrennt auswerten lassen.
Und wenn ich immer bei den Zuverlegten keine Blutkulturen abnehme, aber bei allen anderen korrekt bin, dann könnte ich mir vorstellen, dass man auch dann vielleicht doch alles erfüllt hat. Aber das ist jetzt Spekulation von einem gutgläubigen Menschen. Ja, also eine Frage war hier noch mit den Zeitstempeln im Labor, dass da andere konnten eben den Zeitpunkt nicht nur der Beauftragung, sondern auch den Blutkulturabnahmezeitpunkt abnehmen, das ist völlig klar. Das geht in den meisten Systemen. In SwissLab geht es leider nicht. Wenn man den Zeitpunkt zum Pflichtfeld macht, dann ist der leider vorbelegt und da kann der Fehler passieren, dass man den nicht ändert.
Also ich weiß nicht, wie es bei euch ist, wie ihr es geregelt habt. Habt ihr auch das zum Pflichtfeld gemacht?
Dr. Hendrik Rüddel:
Ja, aber es ist vorausgefüllt mit der Minute der Auftragseingabe.
Dr. Matthias Gründling:
Ja, also auch bei euch. Ja, spektakulär. Da sind wir wieder bei den Softwareanbietern, dass die nicht in der Lage sind, solchen Unfug umzuprogrammieren. Ja, eigentlich haben wir noch, viele Fragen sind heute wirklich durch das Gespräch der Leute untereinander geklärt worden.
Dr. Hendrik Rüddel:
Ich freue mich doch, dass Sie eine schöne Zeit meines Vortrags hatten, ist doch wunderbar.
Dr. Matthias Gründling:
Ja, viele können ja zwei Sachen auf einmal.
Dr. Hendrik Rüddel:
Ja, und das Thema ist ja gerade in eurer Zielgruppe und unter den Themen, in denen wir viel besprochen haben.
Dr. Matthias Gründling:
Hier ist noch einmal eine spannende Frage oder Anmerkung. Da steht, dass IQTIG für die hausinterne Leitlinie die Gabe des Antibiotikums innerhalb der ersten Stunde verlangt. Unabhängig davon, ob ein Schock vorliegt oder nicht. In der Leitlinie steht es ja entsprechend anders. Also mir persönlich wäre es jetzt neu, dass das IQTIG das verlangt.
Dr. Hendrik Rüddel:
Mir auch. Und dabei, bei kleinen Drucken, schaue ich mir dann tatsächlich immer das Ding an. Ich mache es mal. Sieht man jetzt eigentlich meinen Bildschirm?
Dr. Matthias Gründling:
Ja, man sieht auch, dass du da in dem Dokument jetzt hereinsehen willst.
Dr. Hendrik Rüddel:
Genau, so, dann sehen wir mal hier. Das können wir doch einfach mal hier rein sehen. Also hier ist ja explizit maximal drei Stunden erwähnt. also wo die eine Stunde stehen soll, weiß ich jetzt nicht genau
Dr. Matthias Gründling:
ok, aber ja, dann, wenn er drei Stunden sogar steht, dann ist es schon mal deutlich anders. Das ist auch wieder abgedatet worden, weil es schon mal jemandem aufgefallen war. Das scheint ja auch regelmäßig zu erfolgen. Hier schreibt jemand bei der Verlegung, wahrscheinlich beim Ausfüllen des Bogens, akzeptiert er die Auffälligkeit nicht und kommentiert. Also, das heißt, im Bogen kann man kommentieren?
In unserem nicht, sagt Manuela. Also, das gibt ja auch unterschiedliche Bögen. Es sind fünf oder sechs Firmen beauftragt, diese Bögen zu entwickeln.
Insofern kann es da auch Unterschiede geben. sagen Sie bitte noch was zum Thema „identische Zeitstempel“. Da sind wahrscheinlich wieder Blutkultur und Antibiotikum gemeint. Weißt du, wie das gehandhabt wird? Ich hätte jetzt gesagt: „Genau, scheiß kein Hund.“ Oh, sorry, das sind zu viele Leute, als dass man das sagen dürfte. Also da würde ich
Dr. Hendrik Rüddel:
Da würde ich auch ein wenig den Fuß vom emotionalen Gaspedal nehmen. Also das Screening hat ja schon eine gewisse Zeittoleranz in Bezug auf die Diagnosestellung bekommen. Also quasi zeitgleich, tagesgleich.
Und ja, das ist definiert: Die Blutkulturen müssen vor der Antibiotikagabe abgenommen worden sein. Wenn Sie eine minutengenaue Dokumentation haben, dann haben Sie eine minutengenaue Dokumentation. Das ist dann halt so definiert.
dann müssen sie ihre Leute dazu bekommen, das in der richtigen Reihenfolge zu tun. Und dann halt auch ihre Dokumentation so fein, so granulär haben, dass das dann um 18 Uhr, wenn die Blutkulturen abgenommen und fertig sind, und um 18.01 Uhr das Antibiotikum ran.
Dr. Matthias Gründling:
Ja. Und vielleicht gibt es da ja auch noch einmal Korrekturen. Also ich kenne mehrere Literaturstellen, die mal untersucht haben, wie lange es dauert, bis wirklich die Positivitätsrate der Blutkulturen nach Bolusgabe eines Antibiotikums heruntergeht.
Und da ist tatsächlich ein Zeitfenster von einer Stunde in diesen Dingern. Vielleicht wird das ja auch zukünftig noch einmal berücksichtigt, solche wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wir werden sehen.
Ja, hier kommt noch einmal eine Klarstellung. Ich glaube, das wird jetzt ein wenig schwierig, wenn wir das alles hier … Sorry, also die Klarstellung ist mit dieser Stunde unter 180 Minuten.
Ja, Henrik, ich glaube, wir haben eine sehr, sehr coole Veranstaltung gehabt. Und uns hat es Spaß gemacht und ich glaube, vielen anderen auch. Wir wissen jetzt so ein wenig voneinander, glaube ich, was die anderen machen, und haben vielleicht gemerkt, dass wir so schlecht doch nicht sind.
Und andererseits, dass wir noch viel zu tun haben. Henrik, vielen, vielen Dank.
Dr. Hendrik Rüddel:
Ich danke euch für die Einladung und Ihnen allen für das Interesse und Ihre Anwesenheit und Ihre Fragen und die Diskussion. Vielen Dank. Wenn noch etwas ist, wie zuvor besprochen, kontaktieren Sie uns gerne. Sie dürfen natürlich auch gerne eine Mitgliedschaft im Neuen-Schwalitätsbündnis selbst erwägen, wenn das in Ihrem Haus bisher nicht der Fall sein sollte. Und ansonsten einen schönen Abend wünsche ich Ihnen. Vielen Dank.
Dr. Matthias Gründling:
Ja, super, Henrik. Du kannst ja noch ein wenig drinbleiben und etwas sehen. Die Dankesreden kommen ja jetzt noch. Vielleicht kommen gleich noch ein paar DQS‑Anträge. Vielen Dank, Henrik.
Dr. Hendrik Rüddel:
Macht’s euch schön.
Dr. Matthias Gründling:
Tschüss. Tschüss.
Hinweis: Die vorliegende Transkription wurde mithilfe einer Spracherkennungs-Software erstellt. Für eine verbindliche Wiedergabe der Inhalte wird der Abgleich mit der Tonspur des Webinars empfohlen.
Details
- Datum:
- 19. August
- Zeit:
-
16:30 – 18:00
- Veranstaltungskategorie:
- SepsisAkademie
- Veranstaltung-Tags:
- 2026, Sepsis, Webinar
- Webseite:
- https://sepsisakademie.de/sa08-26